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Nach Rauswurf von Macklemore: Ed Sheerans Vorbands sagen US-Tour ab

Archiv: Rapper Macklemore und Popsänger Ed Sheeran
ARCHIV: Rapper Macklemore und Popsänger Ed Sheeran Copyright  AP Photo
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Von Tokunbo Salako mit AP
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Alle Vorgruppen von Ed Sheeran haben seine US‑Tour verlassen, nachdem Rapper Macklemore wegen pro-palästinensischer Äußerungen beim Konzert rausflog.

Die US-Tour des britischen Popstars Ed Sheeran steht auf der Kippe. Sämtliche Vorgruppen haben ihre Teilnahme abgesagt, nachdem der Rapper Macklemore wegen propalästinensischer Äußerungen auf der Bühne aus dem Line-up gestrichen wurde.

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Stunden zuvor hatte Sheeran auf sozialen Netzwerken seine Sicht auf Macklemores Ausladung erläutert und die Entscheidung den Tourveranstaltern, der Messina Touring Group, zugeschrieben.

„Dass Macklemore nicht mehr Teil der Tour ist, war die Entscheidung des Veranstalters, nicht meine“, schrieb Sheeran am Dienstag auf Instagram (Quelle auf Englisch). „Ich würde die Fans, die ihre Pläne gemacht haben, niemals im Stich lassen. Ebenso wenig würde ich die Tour-Crew und die anderen Support-Acts und Musiker aufgeben, die auf mich als Arbeitgeber und ihre Einnahmen angewiesen sind.“

„Ich respektiere Macklemores Entschlossenheit, für das einzustehen, woran er glaubt“, ergänzte Sheeran. „Doch es gibt mehrere Wege zu demselben Ziel: Frieden. Ich nutze meinen Ruhm und meine Plattform, um einen sicheren Ort zu schaffen, Diplomatie zu wahren und Gespräche offen zu halten, nicht zu beenden.“

Seine Worte haben die Vorgruppen offenbar kaum beruhigt. Die irischen Acts Aaron Rowe und Beoga, die dänische Band Lukas Graham sowie Billie Eilishs Bruder Finneas machten auf Instagram klar, wie sie darüber denken.

ARCHIV: Finneas kommt zur Premiere der zweiten Staffel von „Beef“ in Los Angeles am achten April 2026
ARCHIV: Finneas kommt zur Premiere der zweiten Staffel von „Beef“ in Los Angeles am achten April 2026 AP Photo/Jordan Strauss/Invision

„Künstler dürfen nicht zum Schweigen gebracht werden, wenn sie sich für Unterdrückte einsetzen“, erklärte Finneas auf Instagram. „Ich habe beschlossen, meine bevorstehenden Tourtermine mit Ed Sheeran abzusagen. Ich stehe an der Seite Palästinas und seiner Menschen.“

Rowe und Beoga verwiesen in ihren Stellungnahmen auf die Geschichte Irlands. „Wir sind Irinnen und Iren, die Kolonialismus verstehen. Als Gründungsmitglieder der Bewegung Irish Artists for Palestine setzen wir uns aktiv für Gerechtigkeit ein und werden das weiterhin tun“, erklärte Beoga.

Rowe bezeichnete Sheeran als Freund und sagte, der britische Singer-Songwriter habe sein Leben verändert. „Aber als Irinnen und Iren wissen wir nur zu gut, was Völkermord, erzwungener Hunger und gewaltsame Besatzung bedeuten“, sagte er. Er könne „nicht tatenlos zusehen und zulassen, dass Milliardäre ihre Macht nutzen, um die legitimen Stimmen derjenigen zum Schweigen zu bringen, die den Mund aufmachen“.

Pop und Politik prallen auf Sheeran-Tour aufeinander

Zu Monatsbeginn hatte Macklemore auf Social Media einen Mitschnitt seines Auftritts im MetLife Stadium in New Jersey veröffentlicht. Darin rief er mehrfach „Free Palestine!“ und kündigte seinen Protestsong „Hind’s Hall“ an.

„An alle meine jüdischen Brüder und Schwestern: Kritik an Israel, Kritik an Apartheid, das Eintreten gegen Völkermord – all das ist in keiner Weise Kritik an euch“, sagte er bei dem Konzert.

Am Montag erklärte Macklemore auf Instagram, mehrere US-Arenen hätten dem Veranstalter mitgeteilt, dass sie ihn nicht als Voract für Sheeran auftreten lassen würden. Hintergrund sei Druck des US-Milliardärs Robert Kraft, Eigentümer des NFL-Teams New England Patriots. Dessen Kraft Group besitzt auch das Gillette Stadium, in dem die Patriots spielen.

In einer Stellungnahme am Montag begründete Kraft die Entscheidung gegen Macklemore mit dessen jüngsten Äußerungen „und einer weiter zurückreichenden Geschichte antisemitischer Rhetorik und Bilder, die nach unserer Überzeugung für die jüdische Gemeinschaft äußerst verletzend und schmerzlich waren“.

Unterdessen tauchten ältere Fotos auf, die Macklemore mit einer falschen Hakennase und Perücke zeigen. Dafür hat er sich inzwischen entschuldigt.

Die Schritte der anderen Künstler setzen Sheeran erheblich unter Druck. Er versucht bisher, sich aus der Politik herauszuhalten und keine Position im Gaza-Krieg zu beziehen. Seine Begründung: Fans kämen zu seinen Konzerten, um Musik zu erleben, nicht um politische Debatten zu hören.

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