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Tech-Aktien steigen kräftig: SK hynix stärkt Vertrauen in KI

Händler arbeiten am Parkett der New York Stock Exchange in New York, Freitag, 16. Oktober 2026.
Händler arbeiten am Parkett der New Yorker Börse am Freitag, 16. Oktober 2026, in New York. -  Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
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Asiatische Tech-Aktien steigen nach starken Zahlen von SK hynix und neuer KI-Euphorie. Anleger blicken auf Israels Wahlausgang, US-Techbilanzen und den Zinsentscheid der Fed.

Technologieunternehmen legten am Mittwoch quer durch Asien kräftig zu. Auslöser waren starke Quartalszahlen des Chipriesen SK hynix, die den Optimismus rund um den KI-Boom vor den Ergebnissen der US-Konzerne Microsoft und Alphabet weiter anfachten.

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Auch die Ölpreise zogen an. Anleger verfolgten aufmerksam die Auszählung der Parlamentswahl in Israel, die über die Zukunft von Ministerpräsident Benjamin Netanjahus Krieg gegen Iran entscheiden könnte.

Zuvor hatte es im Technologiesektor in diesem Monat leichte Rückschläge gegeben. Auslöser waren neue Sorgen über enorme Investitionsausgaben, Rentabilität und die Finanzlage der Unternehmen. Nun stehen KI-nahe Werte wieder klar im Plus.

SK hynix, ein Treiber des aktuellen Chip-Booms, meldete am Mittwoch, dass der operative Gewinn im dritten Quartal um 632 Prozent auf 62,8 Mrd. US-Dollar (54,2 Mrd. Euro) nach oben schoss. Grund ist die hohe Nachfrage nach modernen Halbleitern.

Der Konzern erzielt damit seit sechs Quartalen in Folge Rekordumsätze und Rekordgewinne.

„Während sich Wall Street darüber streitet, ob sich das KI-Wettrüsten dauerhaft selbst finanzieren kann, erinnert SK hynix den Markt daran, dass auf der anderen Seite all dieser Investitionen jemand den Scheck kassiert“, schrieb Stephen Innes von SPI Asset Management.

Die Zahlen stärkten die Zuversicht in der Branche zusätzlich. Anthropic, das Unternehmen hinter der KI-Plattform Claude, hatte am Montag in seinem Börsenprospekt gemeldet, dass der Umsatz im ersten Halbjahr um rund 1.300 Prozent gestiegen ist und umfangreiche Investitionen in Rechenkapazitäten geplant sind.

Am Dienstag folgte die Nachricht, dass Broadcom gemeinsam mit Citi, Blackstone und Morgan Stanley eine Finanzierung über 63 Mrd. US-Dollar (54,4 Mrd. Euro) für den Ausbau der Kapazitäten von Anthropic auflegt.

„Der Handel mit KI-Werten hat durch Anthropics Prospekt einen kräftigen Schub bekommen“, sagte Chris Weston vom Brokerhaus Pepperstone. Die rasante Umsatzentwicklung, effizientere Nutzung von Rechenleistung und große Zusagen für künftige Infrastrukturinvestitionen zeigten, dass sich entlang der KI-Lieferkette erhebliche Chancen auf lange Sicht eröffnen.

Die Aktie von SK hynix sprang am Mittwoch um fast neun Prozent nach oben. Der südkoreanische Rivale Samsung, der seine Zahlen am Donnerstag vorlegt, gewann mehr als acht Prozent. Der Leitindex Kospi in Seoul legte damit um mehr als sechs Prozent zu.

In Japan stieg der Nikkei-225-Index um mehr als ein Prozent. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia schoss um mehr als 10 Prozent nach oben, Advantest gewann 3 Prozent und Tokyo Electron 4 Prozent.

Taipeh legte dank der starken Kursentwicklung des Chipproduzenten TSMC deutlich zu. Auch die Börsen in Hongkong, Shanghai, Sydney, Singapur und Wellington schlossen klar im Plus.

Die Aufwärtsbewegung folgte Kursgewinnen in New York. Dort hatte der Nasdaq-Index bereits um mehr als ein Prozent zugelegt.

Microsoft und Alphabet legen ihre Quartalszahlen noch im Tagesverlauf vor. Amazon, Apple und Intel folgen am Donnerstag.

Gleichzeitig warten Händler auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch.

Die Fed dürfte den Leitzins unverändert lassen. Investoren werden jedoch die Abschlusserklärung und die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh genau lesen, um Hinweise auf die nächsten Schritte zu gewinnen. An den Märkten ist für Dezember bereits eine Zinserhöhung eingepreist.

Die Rohölpreise sprangen um mehr als ein Prozent nach oben, als die ersten Ergebnisse der Parlamentswahl in Israel eintrafen.

Umfragen sehen Netanjahus Regierungspartei Likud und die Opposition nahezu gleichauf. Der Ministerpräsident kündigte dennoch an, eine neue Koalition zu schmieden. Er betonte, er könne gemeinsam mit US-Präsident Donald Trump die von Iran ausgehende „existenzielle Bedrohung“ beseitigen.

Zuvor hatte Oppositionskandidat Gadi Eisenkot erklärt, das Land habe sich für einen Wandel entschieden und er werde versuchen, eine neue Regierung zu bilden.

Weitere Quellen • AFP

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