In Österreich hat die Polizei mehrere Wohnungen durchsucht und vier junge Leute festgenommen. Sie sollen im Internet Aufrufe zu Plünderungen und Gewalt an Halloween verbreitet haben.
In Frankreich endeten die friedlichen Proteste gegen steigende Lebenshaltungskosten in mehreren Städten am 17. Oktober in Gewalt. In Spanien sind mehrere Jugendliche festgenommen worden, weil sie in Messenger-Diensten zu Plünderungen und Gewalt aufgerufen hatten.
Dieses Internet-Phänomen hat jetzt auch Österreich erfasst. Wie die Polizei Wien meldet, kursierten seit Tagen auf Social Media Plattformen Aufrufe zu verschiedenen strafbaren Handlungen in der Halloween-Nacht, z.B. Anstachelungen zu Plünderungen von Luxusgeschäften in der österreichischen Hauptstadt.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien sind an diesem Freitag am frühen Morgen sechs Wohnungen in Wien und Niederösterreich durchsucht worden. Vier Tatverdächtige im Alter von 14 bis 22 Jahren wurden festgenommen und zur sofortigen Vernehmung vorgeführt. Nach einer weiteren Person wird gefahndet.
Die Ermittler beschlagnahmten Datenträger, zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition sowie eine Machete.
Halloween ist keine rechtsfreie Zeit
In den sozialen Medien veröffentlichte die Polizei Wien ein Foto der sichergestellten Waffen.
Österreichs Polizei sieht ihren Einsatz auch als eine Warnung, denn sie schreibt: "Halloween ist keine rechtsfreie Zeit. Mutwillige Sachbeschädigungen, Lärmerregung oder andere Verwaltungsübertretungen bzw. strafbare Handlungen werden konsequent verfolgt."