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Krawall-Alarm: In diesen deutschen Städten könnte es heute krachen

Polizeibeamte laufen während einer Demonstration gegen die steigenden Lebenshaltungskosten am Samstag, dem 24. Oktober 2026, in Paris auf die Demonstranten zu.
Polizeibeamte laufen während einer Demonstration gegen die steigenden Lebenshaltungskosten am Samstag, dem 24. Oktober 2026, in Paris auf die Demonstranten zu. -  Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Mehr als 160.000 Menschen haben ihre Teilnahme angekündigt, die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor: Bei den bundesweiten Gen-Z-Protesten am heutigen Samstag wächst die Sorge vor Ausschreitungen. Besonders sieben deutsche Großstädte stehen im Fokus der Sicherheitsbehörden.

Deutschland steht ein unruhiger Samstag bevor. Unter dem Motto „Gen Z regelt“ sind für den 31. Oktober in zahlreichen Städten Demonstrationen angekündigt. Was als Protest junger Menschen für bessere Bildung, bezahlbares Leben und gegen eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht geplant ist, sorgt inzwischen auch bei Polizei und Sicherheitsbehörden für erhöhte Aufmerksamkeit.

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Der Grund: Bei ähnlichen Protesten in Frankreich und Italien war es zuletzt zu gewaltsamen Ausschreitungen, Plünderungen und Brandstiftungen gekommen. Sicherheitsbehörden befürchten, dass auch in Deutschland radikale Gruppen versuchen könnten, die Demonstrationen für eigene Zwecke zu nutzen.

Diese sieben Städte stehen besonders im Fokus

Nach Informationen der Veranstalter und den aktuellen Protestankündigungen stehen vor allem Berlin, Köln, Frankfurt am Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart im Fokus.

Besonders groß ist die Mobilisierung in Köln: Dort werden nach Angaben der Polizei rund 15.000 Teilnehmer erwartet. Der NRW-Verfassungsschutz sieht zwar Mobilisierungsversuche aus dem linksextremistischen Spektrum, dem WDR zufolge lagen ihm aber keine konkreten Hinweise auf gewalttätige Aktionen wie in Frankreich vor.

In Berlin haben sich laut Veranstalterwebsite mehr als 8500 Menschen registriert, in Hamburg rund 8.600, in München etwa 7.000. Frankfurt kommt auf mehr als 11.000 digitale Zusagen, Stuttgart sogar auf rund 12.000.

Wichtig: Dabei handelt es sich um Online-Registrierungen, nicht um bestätigte Teilnehmerzahlen. Auch die Sicherheitsbehörden bereiten sich auf einen größeren Einsatz vor. In Hamburg kündigte die Polizei ein Großaufgebot an, einschließlich des Einsatzes von Drohnen. In Frankfurt sollen zahlreiche Einsatzkräfte der örtlichen Polizei sowie zusätzliche Kräfte des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz bereitstehen. Die Polizei Stuttgart wiederum bestätigte Hinweise auf mögliche Störungen bei der dortigen Versammlung.

Für Köln betonte die Polizei dagegen, dass ihr bislang keine konkreten Hinweise auf geplante Gewalttaten vorliegen. Auch in München gibt es nach Polizeiangaben derzeit keine konkreten Hinweise auf geplante Gewalttaten.

Polizei befürchtet Unterwanderung durch Extremisten

Besonders aufmerksam beobachten die Sicherheitsbehörden mögliche Aktivitäten extremistischer Gruppen. Nach Einschätzung der Polizei könnten gewaltbereite Personen versuchen, sich unter friedliche Demonstranten zu mischen.

Für Frankfurt berichtete BILD unter Berufung auf Informationen aus dem Innenministerium von Hinweisen auf rund 80 gewaltbereite Linksextremisten, die anreisen könnten.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) fand deutliche Worte. Er warnte davor, dass einzelne Extremisten die Proteste für Gewalt und Chaos missbrauchen könnten. Seine Botschaft: Friedlicher Protest sei legitim, Ausschreitungen würden jedoch konsequent unterbunden.

Geschäfte verbarrikadieren ihre Schaufenster

Die Sorge vor möglichen Krawallen ist auch im Einzelhandel angekommen. In mehreren Innenstädten wurden Schaufenster und Eingänge vorsorglich mit Holzplatten gesichert.

Besonders in Berlin und Hamburg wurden entsprechende Schutzmaßnahmen beobachtet. Auch in Frankfurt bereiteten sich Händler auf einen möglicherweise angespannten Samstag vor.

Die Bilder erinnern an die jüngsten Ausschreitungen in Frankreich, bei denen Geschäfte beschädigt, geplündert und Gebäude in Brand gesetzt wurden.

Ein Mann reinigt den beschädigten Schaufensterbereich eines Friseursalons nach Ausschreitungen und Plünderungen in Paris, Mittwoch, 21. Oktober 2026.
Ein Mann reinigt den beschädigten Schaufensterbereich eines Friseursalons nach Ausschreitungen und Plünderungen in Paris, Mittwoch, 21. Oktober 2026. AP Photo

Veranstalter betonen: Proteste sollen friedlich bleiben

Die Initiative „Gen Z regelt“ distanziert sich ausdrücklich von Gewalt und betont, dass ihre Proteste friedlich verlaufen sollen.

Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach besseren Schulen, mehr Investitionen in Bildung, bezahlbarem Wohnraum, sozialer Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Auch gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht wollen junge Menschen demonstrieren.

Halloween-Nacht könnte die Lage zusätzlich verschärfen

Eine besondere Herausforderung ist der Zeitpunkt: Vor allem in Berlin kommt es rund um den 31. Oktober seit Jahren zu Zwischenfällen mit Pyrotechnik, brennenden Mülltonnen und Angriffen auf Einsatzkräfte. Besonders heftig für deutsche Verhältnisse war die Halloween-Nacht 2024: Damals waren rund 800 Polizisten im Einsatz, die Beamten registrierten zahlreiche Straftaten und leiteten 23 Ermittlungsverfahren ein. 2025 verlief die Nacht dagegen deutlich ruhiger.

In diesem Jahr kommt mit den angekündigten Gen-Z-Protesten eine zusätzliche Herausforderung hinzu. Die Polizei Berlin plant deshalb mit rund 1.500 Einsatzkräften.

Klar ist: Die Polizei ist in allen sieben Städten vorbereitet und will bei Gewalttaten konsequent einschreiten.

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