Vampir, Hexe, Gespenst - das hat es alles schon tausend Mal gegeben: Heidi Klum hat sich zur 25. Auflage ihrer Halloween-Party in New York in eine gigantische, blutige Hand verwandelt. Selbst ihr Mann war diesmal Teil des Kostüms.
Wenn Heidi Klum ihre jährliche Halloween-Party ankündigt, wissen ihre Gäste inzwischen: Es wird aufwendig. Doch mit ihrer neuesten Verwandlung hat das Model in New York wohl selbst hohe Erwartungen übertroffen. Sie erschien als gigantische, abgerissene Hand, die auf den ersten Blick kaum noch als Kostüm erkennbar war.
Die Beine steckten in Mittel- und Ringfinger, das Gesicht lugte aus einer fleischigen Öffnung, daneben eine klaffende Wunde mit Knochen und Sehnen. Dazu kamen lange, rot lackierte Nägel und jede Menge Kunstblut.
Schon Stunden vor der Party hatte Klum ihre Fans mit kleinen Einblicken in die Verwandlung auf Trab gehalten. Bilder von Gegenständen, die an Gedärme erinnerten, sorgten für reichlich Spekulationen. Dass am Ende ausgerechnet eine Hand entstehen würde, konnten wohl nur die wenigsten erraten.
Eine Hand mit Wiedererkennungswert
Das Kostüm war keine beliebige Monsterhand, sondern eine vergrößerte Kopie von Klums linker Hand. Dafür wurden laut Vogue Körper-Scans verwendet. Verlobungsring, Ehering und das Tattoo mit dem Namen ihres Mannes Tom Kaulitz fehlten ebenfalls nicht. Ein kleines Stück Ehemann war also mit dabei, auch wenn der Tokio-Hotel-Musiker selbst in Deutschland auf Tour war.
"Ich habe meine Hand angesehen und gedacht: Hey, vielleicht kann ich meinen Körper irgendwie darin unterbringen", sagte Klum der Nachrichtenagentur AP.
Weil die Konstruktion offenbar etwas zu groß für einen normalen Auftritt war, wurde sie im Laderaum eines kleinen Lasters vorgefahren. Auf dem roten Teppich spuckte sie Kunstblut und streckte der Presse die blutrote Zunge entgegen.
Klum trägt für die Verwandlung zur Not WIndel
Hinter der Verwandlung stand erneut Spezialeffekt-Maskenbildner Mike Marino, der schon mehrere von Klums Kostüm-Kunstwerken umgesetzt hat.
Die Arbeit ist entsprechend aufwendig: Klum sitzt stundenlang in der Maske. Für den Fall, dass der Toilettengang über längere Zeit unmöglich wird, trägt sie nach eigenen Angaben auch mal eine Windel.
Sie wolle möglichst lange im Kostüm ausharren, damit möglichst viele Gäste ein Erinnerungsfoto machen können. Bei einer Hand, die gerade erst von einem Arm getrennt wurde, dürfte das Motiv auf jedem Smartphone besonders unvergesslich aussehen.
Nicht ohne Familie
Eigentlich gehört Ehemann Tom Kaulitz seit Jahren zu Klums Halloween-Inszenierungen: mal als Ei zu ihrem Pfau, mal als Angler zu ihrem Riesenwurm, mal als versteinertes Gegenstück zu ihrer Medusa. Diesmal fehlte er wegen eines Konzerts in Deutschland. "Natürlich hätte ich gerne mit Tom Händchen gehalten", sagte Klum dem Magazin Bunte. "Aber man kann eben nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen."
Dafür kam Tochter Leni Klum als Miss Piggy, mit Schweineohren, XXL-Wimpern und violetter Federboa. Unter den Gästen waren unter anderem Kyle MacLachlan und Neil Patrick Harris, der gemeinsam mit Ehemann David Burtka als unheimliches Zwillingsteam erschien.
Auch abseits des Hauptkostüms wurde kräftig gefeiert: Bereits am Vorabend lud Klum eine kleine Gruppe in ihre Pizzeria im New Yorker Viertel Soho. Dort erschien sie noch ohne Monsterhand, dafür in einem orangefarbenen Kleid und schwarzen Stiefeln, den klassischen Halloween-Farben.
25 Jahre Halloween-Übertreibung
Die Party im New Yorker Restaurant Cathédrale feierte ihr 25-jähriges Jubiläum. Klum hat sich in den vergangenen Jahren unter anderem als dicker Anglerwurm, Medusa, E.T. und Fiona von dem Animationsfilm Shrek verkleidet. Jedes Mal mit dem Anspruch, etwas zu zeigen, das es so noch nicht gegeben hat.
Sie gilt eben als "Queen of Halloween" und will den Titel offenbar erstmal nicht abgeben.