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Zwischenstopp in Doha: Reiseführer für den Citytrip in Katars Hauptstadt

Blick auf die Uferpromenade Corniche in Doha
Blick auf die Corniche-Uferpromenade in Doha -  Copyright  Fahd Usman/Unsplash
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Von Fakhriya M. Suleiman
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Katars Hauptstadt Doha bietet Stopover-Reisenden viel: Ob ein Tag oder mehrere, hier erfahren Sie, welche Highlights, Restaurants und Erlebnisse jenseits des Flughafens warten.

Wer demnächst einen Zwischenstopp in Doha einlegt, darf sich auf einiges freuen.

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Katar schrieb Geschichte als erstes arabisches Land, das eine FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtete. Das Turnier 2022 brachte eine Welle von Veränderungen. Im Vorfeld entstanden zahlreiche neue Hotels und Infrastrukturprojekte wie die Doha Metro.

Die Hauptstadt Doha dient als Drehkreuz für Qatar Airways, die derzeit mehr als 170 Ziele weltweit bedient, darunter mehrere Direktverbindungen nach Europa.

Der Flughafen Hamad International gilt vielen bereits als eigenes Reiseziel. Zahlreiche Restaurants und eindrucksvolle Kunst prägen die Terminals, darunter Urs Fischers ikonischer Lamp Bear. Im riesigen ORCHARD-Bereich mit 6,000 Quadratmetern Fläche werden sogar kostenlose, 20-minütige geführte Wellness-Sessions angeboten, damit Reisende die Zeit vertreiben.

Ein Zwischenstopp macht es leicht, die Türen des Flughafens hinter sich zu lassen, das Land zu erkunden und aus einer Reise fast zwei zu machen.

Schon nach wenigen Tagen zeigt Doha seine Wahrzeichen, seine Kultur, Wüstenerlebnisse und eine lebendige Gastronomie.

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Mit seinen Kopfsteinpflastergassen und pastellfarbenen Häusern eignet sich Dohas Mina-Viertel mit dem alten Hafen perfekt, um sich nach einem Langstreckenflug die Beine zu vertreten.

Der beliebte Box Park besteht aus umgenutzten Schiffscontainern, die bunt bemalt und in Einkaufs- und Gastronomieflächen verwandelt wurden. Sie sind ideal für das nächste Instagram-Foto. Im Winter legen dort Kreuzfahrtschiffe am Grand Terminal an.

Für weitere Ausblicke aufs Wasser lohnt sich ein Spaziergang an der Doha Corniche. Die sieben Kilometer lange Promenade bietet einige der besten Perspektiven auf die Skyline der Stadt.

Hier gleiten traditionelle Dhau-Boote über das Wasser. Wer selbst an Bord geht, erlebt bei jeder Drehung des hölzernen Schiffes neue Panoramaansichten.

Eine Dhau segelt entlang der Uferpromenade vor der Skyline der Stadt
Eine Dhau segelt entlang der Uferpromenade vor der Skyline der Stadt Fakhriya M. Suleiman/Euronews Travel

Shoppingfans finden jede Menge Highstreet-Läden und Luxusmarken für Mitbringsel. Im Place Vendôme Mall in Lusail sollte man bequeme Schuhe tragen. Das riesige Einkaufszentrum ist von klassischer französischer Architektur inspiriert und beherbergt auf vier Etagen 580 gehobene und mittelpreisige Geschäfte.

Die Pearl Island wird oft als „Arabian Riviera“ beschrieben. Die mediterran anmutende Insel mit ihrer Yachthafen-Promenade ist ein stimmungsvoller Ort für einen nächtlichen Spaziergang. Restaurants und Cafés liegen immer nur einen Steinwurf entfernt.

Auf der Nachbarinsel Gewan gibt es rund 100 Geschäfte und Lokale. Entlang der Crystal Walk sind etwa 180 beleuchtete Bodenpaneele installiert, geschmückt mit Kunstwerken aus Kristallen. Zu sehen sind Motive wie Karawanen, Wüsten- und Waldlandschaften sowie eine Pinguinkolonie.

Im Sommer steigen die Temperaturen in dieser Region kräftig an. Trotzdem gibt es in Doha Außenbereiche mit Klimaanlage.

Die Freiluftpromenade von Gewan Island hält gleich zwei Guinness-Weltrekorde: für das längste klimatisierte Einkaufsareal im Freien und das größte interaktive Lichtdach im Außenbereich.

Auch Parks wie Rawdat Al Hamama Park, Umm al Seneem Park, Al Gharrafa Park und Oxygen Park verfügen über gekühlte Spazierwege, damit Besucher beim Erkunden des Grüns einen kühlen Kopf bewahren können.

Souq Waqif
Souq Waqif Visit Qatar

Souq Waqif und Katara: kulturelle Herzstücke Dohas

War man wirklich in Doha, wenn man Souq Waqif nicht gesehen hat? Der Markt liegt in der Altstadt der Hauptstadt. Die offenen Gassen und verwinkelten Passagen blicken auf eine jahrhundertealte Geschichte.

Der Souq lohnt sich zu jeder Tageszeit, doch richtig lebendig wird er am Abend. Dann erfüllen Rufe von Händlern und Käufern, der Duft von Safran, Zaatar und getrockneten Blüten sowie Gespräche bei Kaffee, lokal „gahwa“ genannt, die Luft.

Hier begegnet man auch einigen der beliebtesten Tiere des Landes. Im Falkenmarkt laden Ladenbesitzer Besucher gern dazu ein, mit einem majestätischen Vogel auf dem Arm für ein Foto zu posieren.

Das Amphitheater des Katara Cultural Village
Das Amphitheater des Katara Cultural Village Visit Qatar

Ein weiterer Pflichtstopp auf jeder Doha-Reiseroute ist das Katara Cultural Village. Das Viertel am Wasser bietet Galerien, Veranstaltungsräume und architektonische Highlights. Sein Amphitheater verbindet klassische griechische Formen mit Rundbögen, die an islamische Architektur erinnern. Bis zu 5,000 Besucher finden dort Platz, dazu gibt es weite Ausblicke auf die Küste.

Im Katara Cultural Village stehen außerdem zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum, etwa die markante Installation „Force of Nature II“ des italienischen Gegenwartskünstlers Lorenzo Quinn.

Doha beherbergt zudem viele Galerien, etwa Doha Fire Station, und Museen. Ein architektonisches Highlight ist das National Museum of Qatar. Seine Außenfassade ist von der Wüstenrose inspiriert, innen erzählt ein immersives Ausstellungskonzept die Geschichte Katars, die die Identität des Landes und seine modernen Errungenschaften geprägt hat.

Weitere sehenswerte Häuser in Doha sind das 3-2-1 Qatar Olympic and Sports Museum, das Lawh wa Qalam: M. F. Husain Museum und die Msheireb Museums. Art Mill Museum, Lusail Museum und Qatar Auto Museum sollen das Angebot in Doha künftig ergänzen.

Auch Teil der kulturellen Landschaft ist die Qatar National Library. In dieser Schatzkammer liegen Bücher und Zeitschriften in verschiedenen europäischen Sprachen, dazu arabische Manuskripte, Karten und Globen. Einige Druckwerke stammen aus dem 15. Jahrhundert, als der Buchdruck in Europa Einzug hielt.

Shams Al-Qassabi (links im Bild) ist die erste Geschäftsfrau im Souq Waqif
Shams Al-Qassabi (links im Bild) ist die erste Geschäftsfrau im Souq Waqif Visit Qatar

Essen in Doha

Die Auswahl an Restaurants macht die Entscheidung schwer, denn das Angebot ist riesig. In Doha gibt es mehr als 3,000 Lokale, von traditioneller katarischer und Golfküche bis zu lateinamerikanischen, afrikanischen, asiatischen und europäischen Einflüssen.

Für klassische Gerichte bietet sich nach einem Spaziergang durch das Katara Cultural Village das Restaurant Kamachi an. Auf der Karte steht unter anderem Balaleet, ein beliebtes lokales Gericht aus mit Safran und Kardamom gewürzten, leicht gesüßten Vermicelli-Fadennudeln, gekrönt von einem Spiegelei.

Ein weiterer kulinarischer Selbstläufer ist Souq Waqif. Wer Lust auf Streetfood aus der Region hat, probiert dort Karak, einen süßen und würzigen Tee, zusammen mit einer der Varianten von „khobz regag“, einem sehr dünnen, knusprigen Fladenbrot, im rustikalen Lokal Shay al Shamoos. Gegründet wurde es von Shams Al-Qassabi, der ersten Geschäftsfrau des Souq.

Die gehobene Gastronomie in Doha hat auch den Michelin Guide (Quelle auf Englisch) überzeugt, der 2024 erstmals im Land erschien. In der Ausgabe Michelin Guide Doha finden sich 41 Restaurants, drei davon mit einem Michelin-Stern und acht mit einem Bib Gourmand.

IDAM von Alain Ducasse liegt im Museum of Islamic Art mit Blick auf die Doha Corniche. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant serviert moderne französische Küche, kombiniert mit Zutaten aus Katar.

Weitere Ein-Stern-Adressen in Doha sind Alba mit italienischer Küche und Jamavar mit indischen Spezialitäten.

Sheraton Grand Doha Resort & Convention Hotel
Sheraton Grand Doha Resort & Convention Hotel Visit Qatar

Übernachten in Doha

Für einen Zwischenstopp stehen zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bereit, von Luxusadressen bis zu budgetfreundlichen Hotels.

Mandarin Oriental, Doha ist ein Fünf-Sterne-Hotel im Viertel Msheireb, etwa 20 Autominuten vom Flughafen entfernt. Das Haus bietet 117 Zimmer, 41 Suiten sowie 91 Apartments und Villen. Zwei Dachpools und ein Spa sorgen für Entspannung. Diese Reisejournalistin kann das Frühstücksbuffet im Restaurant Mosaic nur wärmstens empfehlen, ebenso wie die weiteren Gastronomiekonzepte des Hotels, darunter IZU und Liang.

Zum Luxusportfolio Dohas gehört auch das Sheraton Grand Doha Resort & Convention Hotel direkt an der Corniche Street. Seine markante Pyramidenform prägt die Skyline der Stadt seit den frühen 1980er Jahren. Heute verfügt das Hotel über 371 Zimmer und Suiten mit Meer- oder Stadtblick. Im Inneren warten neun Restaurants und Bars, ein 24-Stunden-Fitnessstudio und ein Spa. Draußen locken ein Pool und ein 400 Meter langer Privatstrand.

Inland Sea, Khor Al Adaid
Inland Sea, Khor Al Adaid Visit Qatar

Tagesausflüge und Wüstenabenteuer

Rund anderthalb Stunden Fahrt von Doha entfernt liegt die Inland Sea: Khor Al Adaid. Das Gebiet steht derzeit auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Die Lagune im Landesinneren gilt als eines der spektakulärsten Naturwunder Katars. Sie ist von Sanddünen umgeben, die bis zu 40 Meter hoch aufragen, dazu kommen Felsrippen und Klippen.

Das Wasser ist ruhig und warm, ideal zum Schwimmen. Am besten lässt sich die Region zwischen November und April besuchen, wenn das Klima besonders angenehm ist.

Stopover-Gäste können auch nach Al Khor fahren, eine der ältesten Städte Katars. Die ruhige Küstenstadt liegt rund 45 Autominuten von Doha entfernt und versprüht maritimen Charme. Sehenswert sind die Al Khor Towers aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die zylindrischen Türme wurden gebaut, damit Wächter den Hafen nach der Entdeckung einer Wasserquelle schützen konnten, die man einst für medizinisch wertvoll hielt.

Mein Lieblingsausflug ab Doha? Kajaktouren durch die Mangroven. An freien Tagen und Wochenenden bin ich oft in den Kanälen und dem satten Grün von Purple Island bei Al Khor unterwegs. Die Insel liegt etwa eine Stunde von der Hauptstadt entfernt und ist mein liebster Rückzugsort fern von Stadtleben und Festland. Mit etwas Glück sieht man dort Flamingos und Reiher, dazu Fische und Krebse.

East-West/West-East von dem verstorbenen Richard Serra
East-West/West-East von dem verstorbenen Richard Serra Visit Qatar

An der Westküste Katars, im Brouq Nature Reserve bei Zekreet, erstreckt sich die permanente Installation „East-West/West-East“ des verstorbenen Richard Serra über mehr als einen Kilometer und ragt eindrucksvoll aus der Wüste. Ras Brouq bietet außerdem eine Landschaft aus weißen Klippen und besonderen Gesteinsformen, etwa pilzförmigen Hügeln. Wichtig: Kopfbedeckung, Sonnenschutz und ausreichend Wasser nicht vergessen.

Wer etwas mehr Zeit für seinen Doha-Aufenthalt hat, kann die Skyline gegen die Wüste tauschen und im Regency Sealine Camp übernachten. Das Camp liegt etwa eine Stunde Fahrt von der Hauptstadt entfernt und bietet Zelte, Zimmer und Suiten, in denen Meer und Sand direkt vor der Tür liegen. Gäste fahren dort mit Quads durch die Dünen, unternehmen rasante Dune-Bashing-Touren, reiten auf Kamelen und erleben sogar eine Falknershow. Nach einem aktiven Tag in der Wüste trifft man sich am Gemeinschaftstisch und genießt arabische, asiatische und internationale Küche.

Wichtige Infos für Reisende

Alle Inhaber von Pässen aus EU-Mitgliedstaaten sowie nicht EU-angehörige Europäer, darunter Reisende aus dem Vereinigten Königreich, Bosnien und Herzegowina, Island, Aserbaidschan und der Schweiz, können bei bestätigter Hotelbuchung von visumfreier Einreise profitieren.

Zur Fortbewegung in Doha mieten Besucher ein Auto, bestellen ein Taxi – Uber ist verfügbar – oder nutzen den öffentlichen Nahverkehr. Dazu gehören die Metro, der Karwa-Bus und drei Straßenbahnlinien, die Lusail, Msheireb und Education City erschließen.

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