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Frühere US-Helfer vor Abschiebung - Taliban reagieren besorgt auf Pläne Washingtons

Afghanische Flüchtlinge warten bei Chaman neben beladenen Lastwagen auf die Rückkehr in ihre Heimat, 29. Oktober 2025.
Afghanische Flüchtlinge sitzen neben Lastwagen voller Habseligkeiten und warten am Stadtrand von Chaman auf die Rückkehr in ihre Heimat, am 29. Oktober 2025. -  Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
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Auch Menschenrechtsorganisationen warnen, dass die Abschiebung früherer Verbündeter und ihrer Familien aus den USA zurück nach Pakistan deren Leben akut gefährden könnte.

Die Taliban-Behörden in Afghanistan haben sich am Montag besorgt gezeigt. Hintergrund sind Berichte, wonach Washington zahlreiche afghanische Einwanderer nach Pakistan abschieben will, damit sie später in ihre Heimat zurückkehren.

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Nach Berichten US-amerikanischer Medien und einer Hilfsorganisation sollen mehr als 150 afghanische Staatsangehörige in den Vereinigten Staaten über Pakistan nach Afghanistan abgeschoben werden, darunter Angehörige von Afghanen, die die US-Streitkräfte vor deren Abzug 2021 unterstützt haben.

„Das Islamische Emirat Afghanistan äußert seine große Besorgnis über Berichte, wonach die Vereinigten Staaten beabsichtigen, einige afghanische Flüchtlinge nach Pakistan abzuschieben, die dort bislang keine legalen Aufenthaltsdokumente erhalten konnten“, erklärte Sprecher des Außenministeriums Abdul Qahar Balkhi in einer Stellungnahme.

Hilfs- und Interessengruppen warnen, dass die Abschiebung ehemaliger Verbündeter und ihrer Familien deren Leben gefährden könnte.

Nachdem sie wieder an die Macht gekommen waren, verkündeten die Taliban-Behörden offiziell eine allgemeine Amnestie für Afghanen, die mit westlich unterstützten Streitkräften und Regierungen zusammengearbeitet hatten. In diesem Jahr haben sie ihre Zusagen mehrfach erneuert, dass frühere Gegner sicher in die Heimat zurückkehren könnten. Die Vereinten Nationen haben jedoch Berichte über außergerichtliche Tötungen, Festnahmen und Übergriffe dokumentiert.

Wer vor der Machtergreifung der Taliban mit dem "Feind" kooperriert hat, dem drohen nicht selten erhebliche Konsequenzen bis hin zur Exekution.

Anhänger der Taliban-Regierung jubeln bei Feierlichkeiten zum fünften Jahrestag des US-Abzugs aus Afghanistan, 15. August 2026
Anhänger der Taliban-Regierung jubeln bei Feierlichkeiten zum fünften Jahrestag des US-Abzugs aus Afghanistan, 15. August 2026 AP Photo

Die Regierung von Präsident Donald Trump verhängte allerdings im vergangenen Jahr als Teil einer umfassenden Verschärfung der Einwanderungspolitik Einreiseverbote gegen mehrere Länder, darunter Afghanistan.

Die Regierung versuchte zudem, den Abschiebeschutz für Afghanen zu beenden. Einige von ihnen hatten nach der Machtübernahme der Taliban 2021 besondere Einwanderungsvisa erhalten.

Zu den Menschen, die voraussichtlich abgeschoben werden, gehören nach Angaben von AfghanEvac (Quelle auf Englisch), einer Gruppe zur Unterstützung ehemaliger afghanischer Verbündeter, Angehörige von Afghanen, die das US-Militär im Land vor dem Fall von Kabul unterstützt haben.

Die Vereinigten Staaten können Abschiebungen nicht direkt nach Afghanistan organisieren. Anonyme US-Beamte erklärten gegenüber der New York Times, Pakistan werde ihre Ausweisung nach Afghanistan überwachen.

In den vergangenen Jahren haben Deutschland und die Türkei afghanische Staatsangehörige direkt nach Afghanistan abgeschoben, obwohl Menschenrechtsgruppen vor den Risiken für Rückkehrer gewarnt haben.

Balkhi erklärte, die Taliban-Behörden forderten „die Vereinigten Staaten von Amerika auf, in dieser Frage einen verantwortungsvollen und ausgewogenen Ansatz zu wählen und alle Entscheidungen und Maßnahmen über das Schicksal afghanischer Staatsbürger mit klarer gegenseitiger Verständigung, erforderlicher Koordinierung sowie unter Berücksichtigung der Rechte und legitimen Forderungen der betroffenen Personen zu treffen“.

„Die afghanische Seite ist bereit, in dieser Frage auf praktische Weise und im Geist gegenseitigen Verständnisses zusammenzuarbeiten“, fügte er hinzu.

Die Regierung Pakistans ordnete Anfang dieses Jahres landesweit an, afghanische Staatsbürger ohne Visum festzunehmen. Die Maßnahme ist Teil einer seit Jahren verfolgten Rückführungspolitik, die Millionen Afghanen betrifft, die während Jahrzehnten des Krieges geflohen sind.

Die Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan sind seit der Machtübernahme der Taliban angespannt. Nach tödlichen Grenzzusammenstößen im vergangenen Oktober, die fast zu einer vollständigen Schließung der Grenze führten, haben sie sich weiter verschlechtert.

Weitere Quellen • AFP

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