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"Blaue Welle" bei den Midterms: Demokraten erobern Trumps Hochburgen

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Wähler geben ihre Stimmen im Brooklyn Museum in New York am Wahltag, Dienstag, dem dritten November 2026, ab.
Wähler geben ihre Stimme im Brooklyn Museum in New York ab; Wahltag ist Dienstag, der dritte November 2026. -  Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Durch die Kontrolle im US-Kongress können die Demokraten Trumps Regierung genauer untersuchen und das Weiße Haus stärker unter Druck setzen.

US-Medien sprechen von einer "blauen Welle", denn die Demokraten übernehmen die Kontrolle über den US-Kongress. Bei den Zwischenwahlen in den USA in der Nacht zu Mittwoch erzielten sie deutliche Zugewinne, auch in Regionen, die traditionell als Hochburgen der Republikaner gelten.

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Im Senat haben sich die Demokraten ebenfalls die Mehrheit gesichert. Damit können sie US-Präsident Donald Trump deutlich stärker kontrollieren.

Im Senat gingen wichtige Wahlkreise in South Carolina und Texas an die Demokraten, die außerdem landesweit zahlreiche Sitze im Repräsentantenhaus eroberten.

Beim Kampf um den Senatorenposten in Texas besiegte James Talarico den Republikaner Ken Paxton, ein schwerer Rückschlag für die GOP - die Republikanische Partei wird auch als "Grand Old Party" bezeichnet.

In South Carolina gewann die Demokratin Annie Andrews.

In dem landesweit verfolgten Wahlkampf in Michigan gewann der progressive Abdul el-Sayed gegen den Republikaner Mike Rogers und wird damit der erste Muslim, der in den Senat einzieht.

Die Demokraten verbuchten zudem historische Senatssiege in Iowa und Kansas.

Bei den Gouverneurswahlen In Ohio setzte sich die Demokratin Amy Acton gegen Vivek Ramaswamy durch. Der Bundesstaat hatte in den vergangenen Jahren eher zu den Republikanern tendiert und war zuvor durch Vizepräsident JD Vance im Senat vertreten.

Trump: "Ich stand nicht auf dem Stimmzettel"

US-Präsident Donald Trump äußerte sich umgehend zu dem Wahlabend. Auf seinem Netzwerk Truth Social veröffentlichte er eine Reihe von Posts, in denen er sich offenbar von seiner Partei zu distanzieren versuchte.

„Ich stand nicht auf dem Stimmzettel, und wenn doch, hätten wir einen überwältigenden Sieg errungen“, so Trump.

Später schrieb der US-Präsident, er wolle als „politischer Kommentator auftreten und die Gründe nennen, warum diese Kandidaten gewonnen und verloren haben“.

Noch bevor die Wahllokale schlossen, erklärte Donald Trump dem Sender CBS News, er könne demokratische Gesetzesvorhaben mit einem Veto stoppen, falls die Partei die Kontrolle über eines der beiden Häuser erlange.

„Ich habe die ultimative Macht, sie heißt Veto“, sagte Trump, und es störe ihn nicht, wenn man ihn „Mr. Veto“ nenne.

Im Verlauf der Nacht veröffentlichte er außerdem einen weiteren Beitrag, der eine rote Kappe zeigte, auf der das Wort „veto“ aufgedruckt war

Ein Banner mit einem Porträt von Präsident Donald Trump hängt am 3. November 2026 vor dem Justizministerium.
Ein Banner mit einem Porträt von Präsident Donald Trump hängt am 3. November 2026 vor dem Justizministerium. AP Photo

Trump sagte der New York Times jedoch, er sei „absolut bereit“, die Wahlergebnisse zu akzeptieren, und er wolle mit den Demokraten zusammenarbeiten.

Rund ein Drittel der 100 Senatssitze stand am Dienstag zur Wahl.

Die Kongresswahlen finden alle zwei Jahre statt. Die Zwischenwahlen liegen in der Mitte der vierjährigen Amtszeit eines Präsidenten und gelten häufig als Referendum über seine Bilanz im Amt.

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