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BMW-Gewinn sinkt um 11 Prozent: Konzern warnt vor Verlust im Kernautogeschäft

Archivfoto: BMW-Logo am Firmensitz in München, Deutschland, am 21. März 2018.
ARCHIV: BMW-Logo am Firmensitz des Autobauers in München, Deutschland, am 21. März 2018. -  Copyright  AP Photo/Matthias Schrader, File
Copyright AP Photo/Matthias Schrader, File
Von Doloresz Katanich mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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BMW meldet am Mittwoch Gewinnrückgang, nur einen Tag nach zweiter Gewinnwarnung in diesem Jahr: Konkurrenz aus China setzt Autoindustrie weltweit unter Druck.

BMW hat im dritten Quartal einen Rückgang des Vorsteuergewinns um elf Prozent verzeichnet. Der deutsche Autobauer teilte dies am Mittwoch mit, nur wenige Stunden nachdem das Unternehmen davor gewarnt hatte, dass Restrukturierungskosten das Kerngeschäft mit Autos in diesem Jahr nahe an die Gewinnschwelle drücken könnten.

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Der Nettogewinn im dritten Quartal sank laut BMW um rund fünfzehn Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, der Umsatz ging fast sechs Prozent auf 30,45 Milliarden Euro zurück.

In einer neuen Gewinnwarnung vom Dienstag erklärte der Konzern, dass teilweise mit der Restrukturierung verbundene Kosten, darunter 8.000 Stellenstreichungen im Heimatmarkt, das Kernautogeschäft im laufenden Jahr in einen operativen Verlust rutschen lassen könnten.

Die operative Rendite in der Autosparte schrumpfte im dritten Quartal auf 3,4 Prozent, nach 5,2 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

BMW rechnet nun für die Autosparte im Gesamtjahr mit einer operativen Gewinnmarge zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent. Zuvor hatte der Konzern noch 1 bis 3 Prozent prognostiziert.

„Die aktuellen Entwicklungen in unserer Branche verlangen Entschlossenheit und eine schnelle Umsetzung“, sagte BMW-Chef Milan Nedeljkovic am Mittwoch. „Wir werden daher strukturelle Maßnahmen gezielt verstärken und beschleunigen.“

Wie die Wettbewerber Mercedes-Benz und Volkswagen streicht BMW Stellen, um die Kosten zu senken. Günstigere und technologisch weiter entwickelte chinesische Rivalen haben die deutschen Hersteller weitgehend aus China verdrängt und bauen ihre Exporte nach Europa aus.

BMWs Fahrzeugauslieferungen in China, die bereits im vergangenen Jahr ihren niedrigsten Stand seit 2017 erreicht hatten, gingen im Quartal um weitere 24,8 Prozent zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt sanken die weltweiten Auslieferungen dadurch um 6,3 Prozent. In Europa nahmen die Auslieferungen um 2,6 Prozent zu, in den USA um 2,5 Prozent.

Der Konzern, zu dem neben der Marke BMW auch Mini und Rolls-Royce gehören, hat zugesagt, einen größeren Teil der Lieferkette für seine chinesischen Fahrzeuge nach China zu verlagern, um Marktanteile zurückzugewinnen.

Die BMW-Aktie lag am Mittwoch gegen 11.00 Uhr MEZ rund zwei Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag.

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