In der Nacht vom 1. auf den 2. November ereignete sich eine Cyberattacke auf einen Dienstleister des französischen Blutspendedienstes EFS an. Hacker veränderten die Temperatur in Kühlkammern für Blut und Plasma, Schäden wurden nicht festgestellt.
In der Nacht vom ersten auf den zweiten November hat es einen Cyberangriff mit potenziell schweren Folgen gegeben. Ziel war Coolworld, ein Unternehmen für Kälteanlagen und Dienstleister des Französischen Blutspendedienstes (EFS).
Nach Informationen der Zeitung Le Canard enchaîné gelang es den Cyberkriminellen, aus der Ferne die Einstellungen mehrerer Kühlräume zu verändern, in denen Blutprodukte lagerten.
Die Anlagen sind normalerweise auf etwa -30 °C eingestellt. Die Hacker gaben laut Bericht eine neue Zieltemperatur von 110 °C vor. Das EFS betonte, dass dieser Wert nie erreicht wurde. Ein diensthabender Techniker bemerkte die Auffälligkeit schnell und griff rechtzeitig ein.
Die betroffenen Geräte enthielten Proben von Spendern sowie tiefgefrorenes Plasma für Transfusionen.
Nach Angaben des EFS ging kein Blutprodukt verloren und es wurden keine gesundheitlichen Folgen festgestellt. Die Blutspende- und Versorgungsaktivitäten liefen normal weiter.
Der Vorfall macht deutlich, wie verwundbar vernetzte Industrieanlagen sind, darunter auch Kühlsysteme, wenn sie aus der Ferne zugänglich sind.