Wegen einer Bombendrohung ist ein Airbus der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus auf dem Weg von Dublin nach Rom nach Frankreich umgeleitet worden. Kampfjets begleiteten die Maschine zum Militärflugplatz Évreux.
Ein Airbus A320 der Aer Lingus auf dem Weg von Dublin nach Rom ist am Donnerstag wegen einer Bombendrohung nach Frankreich umgeleitet worden. Die französische Luftwaffe entsandte nach eigenen Angaben sofort Flugzeuge, die die Maschine zum Militärflugplatz Évreux in der Normandie eskortierten. Das Büro von Premierminister Sébastien Lecornu erklärte, die Lage werde in Echtzeit beobachtet.
Ob sich tatsächlich Sprengstoff an Bord befand, war zunächst unklar. Auch zur Zahl der Passagiere und zu weiteren Maßnahmen lagen zunächst keine offiziellen Informationen vor.
Drohwelle im europäischen Luftverkehr
Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Bombendrohungen im europäischen Flugverkehr ein. Bereits am Dienstag waren nach Behördenangaben rund zehn europäische Flüge betroffen.
In Warschau musste ein Flughafen vorübergehend geschlossen werden, in Rom stiegen Kampfflugzeuge auf. Die britische Regierung sprach von "bösartigen Scherzdrohungen“.
Unter anderem waren zwei Maschinen auf dem Weg nach Warschau betroffen: Ein Lot-Flug aus London landete außerplanmäßig auf dem kleineren Flughafen Modlin, ein SAS-Flug aus Kopenhagen erreichte Warschau planmäßig und wurde anschließend überprüft.
Auch in Rom und Sofia wurden Flugzeuge wegen anonymer Bombenwarnungen kontrolliert. Dabei wurden nach ersten Angaben keine Sprengsätze gefunden.
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