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Frühe Schwächung des Polarwirbels erhöht Risiko für Kältewellen in Europa, Nordamerika und Asien

Ein Arbeiter räumt Schnee vom Vorfeld, bevor er ein Delta-Air-Lines-Flugzeug am Detroit Metropolitan Wayne County Airport in Romulus, Michigan, am sechsten Januar 2025 einweist.
Ein Arbeiter räumt Schnee vom Vorfeld, bevor er einen Jet von Delta Air Lines am Detroit Metropolitan Wayne County Airport in Romulus, Michigan, am sechsten Januar 2025 einweist. -  Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Meteorologen schlagen Alarm: Eine ungewöhnlich frühe Störung des Polarwirbels könnte das Risiko von Kältewellen auf der Nordhalbkugel erhöhen, doch die Folgen für den Winter sind noch unklar.

Meteorologen beobachten eine ungewöhnlich frühe Abschwächung des Polarwirbels, eines ausgedehnten Kreislaufs kalter Luft über der Arktis. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit kälterer Witterung in Teilen Europas, Nordamerikas und Asiens in den kommenden Wochen.

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Die Störung könnte die Chance auf Kältephasen in Nord- und Mitteleuropa erhöhen, darunter Teile Skandinaviens, der Britischen Inseln, Deutschlands und Polens.

Normalerweise verstärkt sich der Polarwirbel im Herbst und erreicht seinen Höhepunkt etwa im Januar. Gegen Ende des Winters schwächt er sich wieder ab. Größere Störungen, bei denen arktische Luft weiter nach Süden vorstoßen kann, treten meist zwischen Januar und März auf.

In diesem Jahr haben Wissenschaftler jedoch bereits im November Anzeichen einer Störung registriert, ein beispielloser Vorgang in der modernen Meteorologie.

Professor Andrew Charlton-Perez, Meteorologe an der University of Reading, erklärte in einem von der Universität veröffentlichten Fachkommentar (Quelle auf Englisch), dass Wissenschaftler noch nie eine so frühe plötzliche stratosphärische Erwärmung in der Saison beobachtet haben.

Der Polarwirbel ist ein großräumiges Tiefdruckgebiet mit extrem kalter Luft, das in großer Höhe über der Arktis zirkuliert. Wenn er sich abschwächt oder verschiebt, kann sich der Jetstream verformen, kalte arktische Luft kann dann in niedrigere Breiten gelangen.

Forscher bewerten mögliche Folgen für das Winterwetter

Die Auswirkungen erreichen die unteren Luftschichten erst nach einigen Wochen, dort entstehen die Wettersysteme. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von der Lage von Hoch- und Tiefdruckgebieten ab.

Forscher untersuchen zudem, wie das ausgeprägte El Niño-Ereignis im Pazifik die Zirkulation der Atmosphäre beeinflussen könnte und ob es zu Störungen im Polarwirbel beiträgt.

Als möglicher Faktor gilt auch der Klimawandel, der einige der beteiligten Prozesse in der Atmosphäre beeinflussen könnte. Ein direkter Zusammenhang mit der derzeit außergewöhnlich frühen Störung ist jedoch bislang nicht belegt.

Meteorologen verfolgen die Entwicklung weiter aufmerksam. In den nächsten Wochen dürfte sich zeigen, ob die Störung tatsächlich zu spürbaren Veränderungen des Winterwetters auf der Nordhalbkugel führt.

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