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Spanien gibt Gas: 76 Prozent der Unternehmen mit Reindustrialisierungsstrategie

KI-Roboter demonstrieren Einsatz in Leitstellen der Stromnetze
KI-Roboter testen Arbeitsabläufe in Leitstellen des Stromnetzes Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Sergio Garcia
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Investitionen für die nächsten drei Jahre gehen zurück. Zugleich etabliert sich KI als wichtiger Wachstumsmotor der Industrie: neunzig Prozent der spanischen Unternehmen wollen in KI investieren.

Die Reindustrialisierung ist längst mehr als eine bloße Absichtserklärung. Drei von vier großen Unternehmen in Europa und den USA verfolgen bereits eine entsprechende Strategie. Laut den jüngsten Daten aus dem Bericht “Das Comeback der Industrie: Reindustrialisierungsstrategien in Europa und den USA (Quelle auf Spanisch)” des Capgemini Research Institute verfügen inzwischen 73 % der europäischen und US-amerikanischen Unternehmen über laufende Programme; 2024 lag der Anteil noch bei 59 %. In Spanien liegt der Wert sogar bei 76 % der Unternehmen, die bereits eine Reindustrialisierungsstrategie umgesetzt haben.

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Die verfügbaren Mittel sind jedoch deutlich geschrumpft: Von 4,7 Billionen US-Dollar, die im vergangenen Jahr vorgesehen waren, bleiben für die kommenden drei Jahre nur noch 2,5 Billionen. Trotzdem fällt das Fazit nicht negativ aus. Die geringeren Investitionen bedeuten keinen Rückzug, sondern nach Angaben des Berichts eine Neuausrichtung auf Modelle, die “selektiver und weniger kapitallastig” sind.

Die meisten Unternehmen jagen nicht mehr nur der schnellen Rendite hinterher, sondern wollen ihre Abhängigkeit von anfälligen Lieferketten verringern. 86 % priorisieren heute die Resilienz ihrer Produktionsketten vor kurzfristigen Gewinnen. Damit die Fertigung näher an den Heimatmärkten nicht unbezahlbar wird, planen 87 % Investitionen in Künstliche Intelligenz, Automatisierung und digitale Zwillinge.

Reindustrialisierung: USA holen Produktion heim, Europa setzt auf Partnerländer

Auch geografisch verläuft die Reindustrialisierung sehr unterschiedlich. Die USA treiben die Rückverlagerung von Fabriken auf ihr eigenes Staatsgebiet voran (reshoring), während Europa die Produktion eher in verbündete Staaten verlagert (friendshoring). In beiden Fällen gewinnen Länder wie Indien, Vietnam, Mexiko oder Kanada als alternative Standorte zu China an Gewicht. Mehr als die Hälfte der Unternehmen will den chinesischen Markt jedoch nicht verlassen. Ziel ist nicht der Bruch, sondern eine breitere Verteilung der Risiken.

Vor diesem Hintergrund sticht Spanien im Bericht besonders hervor. Vor zwei Jahren verfügten nur 45 % der spanischen Unternehmen über eine klar definierte Reindustrialisierungsstrategie. Heute liegt der Anteil bei 76 %. 85 % der spanischen Führungskräfte geben an, dass der geopolitische Druck sie zum Handeln gedrängt hat, und 60 % halten an ihren Plänen fest, selbst wenn die Kosten kurzfristig steigen.

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