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Google steckt 13 Mrd. € in finnische KI-Rechenzentren: größter Vorstoß in Europa

ARCHIV: Google-Logo am Firmengebäude auf dem Campus in Mountain View, Kalifornien, September 2019.
ARCHIV: Google-Logo am Gebäude des Konzerns auf dem Campus in Mountain View, Kalifornien, im September 2019. Copyright  AP Photo/Jeff Chiu
Copyright AP Photo/Jeff Chiu
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Google investiert in zwei Jahren mindestens 13 Milliarden Euro in Rechenzentren und digitale Infrastruktur in Finnland – die bisher größte Europa-Investition des Konzerns.

Helsinki hat sich die größte Google-Investition in Europa gesichert.

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Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, dass es 13 Milliarden Euro investiert. Das Geld fließt in Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur in vier Gemeinden sowie in Projekte für saubere Energie und in Fonds für lokale Biodiversität, Bildung, Forschung und Qualifizierung von Beschäftigten.

Die Standorte in Hamina, Kajaani, Muhos und Vaala sollen eine Reihe von Google-Diensten versorgen, darunter den Gemini-Chatbot. Der Konzern bezeichnete die Entscheidung als „Beleg für Finnlands Führungsrolle beim verantwortungsvollen Aufbau von KI-Infrastruktur“.

Der Bau soll in den Jahren 2027 und 2028 laufen. Google schätzt, dass die Investition Finnlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) jährlich um 3,6 Milliarden Euro erhöht und mehr als 37.000 Arbeitsplätze stützt, davon rund 16.000 auf dem Bau.

Nach Abschluss der Bauarbeiten rechnet Google damit, dass die Standorte jährlich rund 7.000 Arbeitsplätze sichern. Dazu zählen technische und betriebliche Stellen, Zulieferer von Ausrüstung sowie die Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungen, die die Beschäftigten und ihre Familien nutzen.

Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo begrüßte die Ankündigung in einer Erklärung von Google.

„Die Entscheidung von Google ist ein klarer Beleg für unsere Stärken. Der Wert der Datenwirtschaft geht weit über direkte Investitionen hinaus und treibt Innovation, Forschung und Entwicklung voran“, sagte Orpo. Er fügte hinzu, eine engere Zusammenarbeit werde „dauerhafte Vorteile für beide Seiten bringen“.

Warum Finnland

Finnlands Attraktivität für Investoren hat viel mit seinem kalten Klima zu tun.

Rechenzentren erzeugen enorme Wärme und verbrauchen große Mengen Strom. Finnland bietet ein kaltes Klima, das die Kühlung günstiger macht, und zugleich vergleichsweise günstige und stabile Energie aus Kernkraft, Wind und Wasserkraft.

Diese Kombination hat einen Boom ausgelöst. In ganz Finnland entstehen bereits Dutzende neuer Rechenzentren.

Googles Präsenz im Land reicht bis 2009 zurück. Damals kaufte der Konzern in der Küstenstadt Hamina eine stillgelegte Papierfabrik und baute sie zu einem Rechenzentrum um. Seitdem wurde der Standort kontinuierlich erweitert.

Für die rechtsgerichtete Regierung von Orpo hat es ebenfalls hohe Priorität, solche Investitionen anzuziehen, zumal in Finnland im April kommenden Jahres Wahlen anstehen.

Finnland kämpft mit Rekordarbeitslosigkeit und schwachem Wachstum. Die Datenwirtschaft gehört zu den wenigen Branchen, die noch Aussicht auf umfangreiche Investitionen und neue Jobs bieten.

Weitere Quellen • AFP

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