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Französische EDF verhandelt über Übernahme von britischem Versorger So Energy

ARCHIV: EDF-Chef Bernard Fontan und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Gruppenfoto im AKW Penly in Frankreich, März 2026.
Archivfoto: EDF-Chef Bernard Fontan und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellen sich bei einem Besuch des AKW Penly zu einem Familienfoto, März 2026 Copyright  Ludovic Marin/Pool Photo via AP
Copyright Ludovic Marin/Pool Photo via AP
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Der französische Stromkonzern EDF verhandelt laut Berichten über die Übernahme des britischen Versorgers So Energy, dessen irischer Eigentümer verkaufen will; der Deal würde die Konsolidierung im britischen Energiehandel weiter antreiben.

Der französische Energiekonzern EDF Energy gehört laut Sky News zu einer kleinen Gruppe von Interessenten, die mit den Eigentümern des britischen Versorgers So Energy verhandeln. EDF steht dabei mindestens einem weiteren Bieter gegenüber, dessen Identität bislang nicht bekannt ist.

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Branchenkreise rechnen damit, dass EDF im Fall eines Zuschlags vor allem den Kundenstamm von So Energy übernimmt – nicht das gesamte Unternehmen.

So Energy beliefert rund 300.000 Haushalte mit Strom. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet.

Der irische Stromversorger Electricity Supply Board (ESB) übernahm 2021 die Mehrheit an So Energy. In diesem Sommer stellte ESB das Geschäft auf den Prüfstand und beauftragte PwC, den Verkaufsprozess zu organisieren.

Die irische Muttergesellschaft ESB geht mit dem Verfahren offen um.

„Unsere Muttergesellschaft ESB hat einen Prozess gestartet, um mögliche Optionen für einen Verkauf von So Energy zu prüfen“, sagte ein Sprecher von So Energy im Juli. Das sei das Ergebnis einer strategischen Überprüfung; „ESB will sich künftig stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren“.

ARCHIV: Der EDF-Turm des französischen Staatsstromkonzerns Électricité de France (EDF) im Geschäftsviertel La Défense im Westen von Paris, Februar 2013
ARCHIV: Der EDF-Turm des französischen Staatsstromkonzerns Électricité de France (EDF) im Geschäftsviertel La Défense im Westen von Paris, Februar 2013 AP Photo/Jacques Brinon

Für EDF ist vor allem die zusätzliche Größe in einem Markt attraktiv, in dem der Konzern an Boden verloren hat.

Der Versorger gehörte einst zu den „Big Six“, die den britischen Energiemarkt dominierten, mit rund drei Millionen Kunden und fünf Millionen Verträgen. Inzwischen liegt EDF deutlich hinter Octopus Energy und dem Centrica-Ableger British Gas zurück. Scottish Power steht vor einer ähnlichen Situation.

Der Kauf eines Kundenportfolios statt eines ganzen Unternehmens ist der günstigere Weg zu mehr Größe. EDF kann so direkt zusätzliche Verträge übernehmen und muss nicht die gesamte operative Struktur eines weiteren Unternehmens integrieren.

Die Verhandlungen fallen in eine für britische Haushalte schwierige Phase.

Die Aufsichtsbehörde Ofgem erhöhte die Preisobergrenze für den Herbst um 4 Prozent auf 1.723 Pfund pro Jahr. Damit steigen die Rechnungen genau in dem Moment, in dem sich die Branche neu sortiert.

Gleichzeitig setzt die Regierungspolitik einen anderen Akzent. Premierminister Andy Burnham nutzte seine erste Woche im Amt, um anzukündigen, dass die Mehrwertsteuer auf private Energierechnungen gestrichen werden soll – Teil eines umfassenderen Pakets gegen die hohen Lebenshaltungskosten.

Zwischen den Beteiligten gibt es bislang keine Einigung.

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