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Víctor Coyote stirbt: ein Leben für viele Facetten der Kultur

Foto von einem Konzert von Víctor Coyote am 21. Dezember 2023
Foto von einem Konzert von Víctor Coyote am 21. Dezember 2023 Copyright  Escarlata Sánchez
Copyright Escarlata Sánchez
Von Cristian Caraballo
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Der Musiker und Comic-Künstler Víctor Coyote ist am Donnerstag in Galicien bei einem Fahrradunfall gestorben. Er war 67 und prägte über 40 Jahre Musik, Comics, Film und Videoclips.

Etiketten passten nur selten zu Víctor Coyote, und genau das war immer seine beste Visitenkarte. Er wurde 1958 im galicischen Tui geboren und ist an diesem Donnerstag bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen. Er hinterlässt eine Laufbahn, die Ende der siebziger Jahre im Punk begann und sich bis kurz vor seinem 70. Lebensjahr ständig neu erfand.

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Seine Musikkarriere startete 1979 mit der Gründung von Los Coyotes, einer Band, die er gemeinsam mit Fernando Gilabert leitete und deren Namen er als Künstlernamen übernahm. Die Gruppe kam aus dem „Psychobilly“, schlug aber bald lateinamerikanische Rhythmen an und wurde damit in Spanien zu einem frühen Pionier dieses Klangmixes, lange bevor andere ihn populär machten.

Ihr erstes Album „Mujer y sentimiento“ (1985) machte sie auf der Movida-Landkarte sichtbar, jener Szene zwischen Vigo und Madrid, in der Víctor Coyote zu den unruhigsten Figuren gehörte. Die Band änderte 1988 ihren Namen in Los Coyotes de Víctor Abundancia und schrieb mit „Esta noche me voy a bailar“ einen ihrer bis heute bekanntesten Songs, bevor sie sich 1992 endgültig trennte.

Videos, Comics und der Xabarín Club

Die Auflösung der Band bedeutete keine Pause, sondern einen Wechsel des Mediums. Víctor Coyote verband schon seit Jahren Musik und Comic, mit Beiträgen für das Magazin „Madriz“ zwischen 1984 und 1987, und stürzte sich anschließend voll in die Regie von Videoclips und ins Zeichnen.

Er verantwortete das Video zu „Milonga“ von Los Rodríguez und zu „Carmiña Vacaloura“, einem Stück aus der Filmmusik des Xabarín Club, das im Gedächtnis eines großen Teils einer galicischen Generation bis heute fest verankert ist. Parallel veröffentlichte er Monografien zu Comics wie „Come yuca“ (1998) und wirkte an Sammelpublikationen mit, die seinen Platz in der spanischen Grafikszene bestätigten.

Solokarriere ohne Schublade

1995 kehrte er mit dem Soloalbum „Lo bueno, dentro, disco“ ins Studio zurück. Daraus ging „Jaguarundi“ hervor, die Titelmelodie der Vuelta Ciclista a España desselben Jahres. Danach veröffentlichte er weiter Musik, zeichnete und drehte, ohne sich je auf eine einzige Ausdrucksform festlegen zu lassen.

In einem jüngeren Interview beschrieb er seine Arbeit als die eines Menschen mit „mehr Auge als Ohr“. 2024 erklärte er bei der Präsentation seines Comics „Si te falta calle“, dass Humor in seinem Werk ein unvermeidlicher Bestandteil sei, aber nie der einzige: Das Leben abzubilden, sagte er, brauche immer auch ein bisschen davon.

Víctor Coyote arbeitete und trat bis in seine letzten Jahre öffentlich auf. Im vergangenen Mai führte er in einem Gespräch selbst als Guide durch seine Laufbahn und stand beim Festival de Cans im Mittelpunkt, wo er acht seiner bekanntesten Arbeiten Revue passieren ließ. Sein Tod an diesem Donnerstag bei einem Fahrradunfall beendet abrupt eine Karriere, die sich bis zum Schluss dagegen wehrte, in einem einzigen Beruf zu erstarren.

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