Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Kambodscha präsentiert restaurierte tausend Jahre alte tanzende Shiva-Statue

Gruppenfoto kambodschanischer Vertreter und EFEO vor der tanzenden Shiva-Statue
Gruppenfoto kambodschanischer Beamter und EFEO-Mitglieder vor der tanzenden Shiva-Statue Copyright  ©EFEO / Roun Ry
Copyright ©EFEO / Roun Ry
Von Mohammad Shayan Ahmad
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Kambodscha präsentiert restaurierte Shiva-Tanzstatue aus dem zehnten Jahrhundert von Koh Ker, aus über 10.000 Bruchstücken nach jahrelanger Restaurierung neu zusammengesetzt.

Nach jahrelanger, akribischer Restaurierung erstrahlt eine jahrhundertealte kambodschanische Skulptur wieder. Für das kulturelle Erbe des Landes ist das ein Meilenstein.

WERBUNG
WERBUNG

Die Statue „Tanzender Shiva“, eine über fünf Meter hohe Sandsteinfigur aus dem zehnten Jahrhundert, wurde in dieser Woche im Angkor Conservation Centre in Siem Reap präsentiert.

Sie stammt aus Koh Ker, einst Hauptstadt des Khmer-Reiches. Dargestellt ist der hinduistische Gott Shiva mit zehn Armen und fünf Gesichtern – ein Symbol für kosmische Energie und Ausgleich.

Der Weg der sieben Tonnen schweren Skulptur zur Restaurierung war lang und kompliziert.

Vermutlich stürzte sie schon vor Jahrhunderten um und wurde in Phasen von Konflikten und Plünderungen in Kambodscha schwer beschädigt. Mit der Zeit zerfiel sie in mehr als 10.000 Fragmente.

Kambodschanische Fachleute und die französische École française d’Extrême-Orient (EFEO) rekonstruierten die Statue in einem gemeinsamen Projekt über fünf Jahre hinweg.

Foto der wiederaufgebauten Shiva-Statue
Foto der wiederaufgebauten Shiva-Statue © EFEO/ E. Bourdonneau

Im Zuge der Arbeiten katalogisierten Fachleute Tausende Fragmente und setzten sie sorgfältig wieder zusammen. Sie identifizierten mehr als siebenhundert exakte Verbindungsstellen, um die Figur zu rekonstruieren.

Behörden betonen, die Restaurierung sei mehr als ein technischer Erfolg. Sie sei auch ein symbolischer Akt kultureller Rückgewinnung und unterstreiche den Versuch, Kambodschas Erbe nach Jahrzehnten von Verlust und illegalem Handel zurückzuholen und zu bewahren.

Diese Restaurierung ist ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wie entschlossen wir verhindern, dass Plünderer das letzte Wort behalten

Koh Ker selbst steht seit dem Jahr 2023 auf der UNESCO-Welterbeliste. Das unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes und weckt zusätzliches Interesse an der Region.

Die Behörden hoffen nun, die restaurierte Statue eines Tages an ihren ursprünglichen Standort zurückbringen zu können. Sie soll Besucher anziehen und das Verständnis für Kambodschas ferne Vergangenheit vertiefen.

Kambodscha verstärkt zudem die Bemühungen, Kulturgüter zurückzuholen, die durch jahrzehntelange Plünderungen verloren gingen.

Im vergangenen Monat erhielt das Land vierundsiebzig Kulturobjekte zurück, die ins Ausland gebracht worden waren und später mit dem britischen Antikenschmuggler Douglas Latchford in Verbindung gebracht wurden.

Behörden und Fachleute gehen davon aus, dass im Laufe der Jahre Tausende kambodschanische Relikte außer Landes geschafft wurden. Der Handel nahm vor allem zwischen den 1960er- und 1990er-Jahren zu, in einer langen Phase von Konflikten und politischem Umbruch, in der viele historische Stätten schutzlos waren.

Für Kambodscha steht die Rückkehr des „Tanzenden Shiva“ für Widerstandskraft. Sie gilt als weiterer Schritt, die eigene Geschichte und das kulturelle Erbe wiederherzustellen und zu bewahren.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Alte Meister, neue Methoden: Technik revolutioniert Restaurierung von Kunstwerken

Wie sicher ist eine Reise nach Thailand und Kambodscha bei eskalierenden Grenzgefechten?

Byblos in Paris: Macron eröffnet Libanon-Ausstellung und warnt Israel vor Besatzung