Ein österreichisches Gericht hat am Donnerstag einen 21-Jährigen zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er hatte einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant und gestanden. Die Konzerte mussten abgesagt werden.
Ein österreichisches Gericht hat einen Mann verurteilt, der einen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift in Wien während ihrer rekordverdächtigen Eras-Tour geplant hatte. Jetzt stehen ihm 15 Jahre Gefängnis bevor.
Das Landesgericht in der Wiener Neustadt, einem Ortsteil im Süden der österreichischen Hauptstadt, befand den Angeklagten in mehreren Punkten für schuldig. Der 21-Jährige ist österreichischer Staatsbürger. Aufgrund der Datenschutzbestimmungen Österreichs ist er unter dem Namen Beran A. bekannt.
Anschlagspläne auf Taylor-Swift-Konzert vereitelt
Beran A. wurde vorgeworfen, bei einem Konzert der Sängerin in der Hauptstadt im August 2024 mit Messern oder selbstgebasteltem Sprengstoff Menschen töten zu wollen. Der Anschlag auf das Konzert wurde zwar vereitelt, aber die österreichischen Behörden sagten dennoch die drei Auftritte von Swift im Ernst-Happel-Stadion ab.
Beran A. soll im Vorfeld des geplanten Anschlags auch Kontakte zu IS-Mitgliedern geknüpft und der militanten Gruppe die Treue geschworen haben.
Angeklagter soll weitere Anschläge geplant haben
Vor der Urteilsverkündung sagte der Angeklagte dem Gericht, dass es ihm leid tue. In einem kurzen Schlusswort vor der Vertagung des Verfahrens sagte Beran A: "Ich möchte nur sagen, dass es mir leid tut."
Seine Verteidigerin, Anna Mair, sagte, ihr Mandant sei "kein ideologischer Vordenker".
Der Gerichtspsychiater Peter Hoffmann sagte, Beran A. zeige keine Anzeichen einer geistigen Krankheit, und fügte hinzu, es gebe "keine psychiatrische Erklärung" für seine Radikalisierung.
Beran A. wurde im selben Prozess beschuldigt, zusammen mit zwei Schulfreunden einen Soloanschlag im Jahr 2024 in verschiedenen Städten des Nahen Ostens geplant zu haben. Er und der Mitangeklagte, der als Arda K. bekannt ist, gaben zu, nach Dubai bzw. Istanbul gereist zu sein, um Anschläge zu verüben. Diese wurden dann aber nicht zu Ende geführt.
Arda K. wurde zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt.