Stilvoll shoppen: Prix Versailles kürt die schönsten Einkaufswelten 2026
Sieben Geschäfte aus aller Welt hat der Prix Versailles zu den weltweit schönsten Einkaufsorten des Jahres 2026 gekürt.
Die renommierten Architekturpreise Prix Versailles haben die Shortlist der schönsten Kaufhäuser und Boutiquen für 2026 veröffentlicht, mit besonderem Fokus auf Verkaufsflächen.
Die Standorte dieser Luxusgeschäfte reichen von Peking bis Beverly Hills. In Europa haben es in diesem Jahr nur zwei Adressen auf die Liste geschafft.
„Die Projekte auf der Liste der weltweit schönsten Emporien für 2026 greifen auf die Geschichte und Kultur ihrer Marken zurück. Sie schöpfen aus Emotionen und handwerklicher Expertise und treten in einen Dialog mit ihrer Umgebung. So sind Orte entstanden, die zu Hotspots für Kreativität und Inspiration geworden sind“, erklärt Jérôme Gouadain, Generalsekretär des Prix Versailles.
Diese architektonischen Wunderwerke setzen ein starkes Zeichen für die enge Verbindung von Handel und visueller Anziehungskraft:
House of Dior
Peking, China
Entworfen von: Christian de Portzamparc
Die Boutique des französischen Luxuslabels liegt im Pekinger Viertel Sanlitun. Sie verbindet den für die Marke typischen Toile-Stoff mit handgefertigten goldenen Glaskacheln, die auf chinesische Kultur verweisen. Im ganzen Geschäft hängen Werke von Wang Xiyao, Hong Hao, Franck Evennou und Gio Ponti. Das ist ein feiner Verweis auf Christian Diors enge Beziehung zu Künstlerinnen und Künstlern.
RH Champs-Élysées
Paris, Frankreich
Entworfen von: Foster + Partners
Die neu eröffnete Luxus-Galerie zeigt, wie mühelos sich unterschiedliche Kulturen verbinden lassen. Foster + Partners stellen britisches Design in den Mittelpunkt und kombinieren es mit Wohnwelten aus Kalifornien, mitten im Herzen von Paris. Der weitläufige Bau beherbergt eine freistehende Glas-Stahl-Konstruktion mit eigener Fassade.
Saint Laurent Montaigne
Paris, Frankreich
Entworfen von: Casper Mueller Kneer Architects
Unter den vielen Luxusadressen an der Avenue Montaigne sticht diese Boutique heraus. Sie ist weit mehr als ein Modegeschäft, sie funktioniert wie eine Kunstgalerie. Jeder Raum hat eine eigene Atmosphäre. Der Store zeigt Werke aus der Pinault Collection, darunter ein bislang unveröffentlichtes Werk von Mark Bradford. Damit unterstreicht Saint Laurent, wie sehr das Haus seit Langem auf Kreativität setzt.
Tiffany & Co. Ginza
Tokio, Japan
Entworfen von: Jun Aoki
Der Tiffany-&-Co.-Store in Ginza zieht mit seiner wellenförmigen Glasfassade in ikonischem Tiffany-Blau alle Blicke auf sich. Innen spielt das Design mit Lichtreflexen auf den Schmuckstücken und inszeniert entlang der Treppe das satte Grün der Gärten Tokios.
Cartier
Miami, Vereinigte Staaten
Entworfen von: Diller Scofidio + Renfro
Die Cartier-Boutique in Miami bringt historische Schmuckstücke mit der Natur der Stadt in Einklang. Das Fassadenmuster zitiert eine Brosche aus dem Jahr 1909. Im Inneren finden sich Motive der lokalen Landschaft, von Palmen bis zu Korallen.
House of Dior
Beverly Hills, Vereinigte Staaten
Entworfen von: Peter Marino Architects
Auch eine weitere Dior-Boutique zählt in diesem Jahr zu den schönsten Geschäften. Das Design in Beverly Hills übersetzt Christian Diors Leidenschaft für Pflanzen in zahlreiche florale Motive, bis hin zu einem zentralen Garten. „Die Kollektionen sind von außergewöhnlichen Kunstwerken umgeben und feiern so das zeitlose Erbe von Dior“, erläutert das Team des Prix Versailles.
Issey Miyake
New York, Vereinigte Staaten
Entworfen von: SO–IL
Der Issey-Miyake-Store in New York verbindet amerikanische Extravaganz mit japanischem Minimalismus. Die Architektur legt die Struktur des Gebäudes offen und setzt auf beinahe rohe, industrielle Materialien. Neben dem Verkauf von Mode dient der Raum auch als Galerie mit wechselnden Ausstellungen. Damit unterstreicht die Marke ihren kulturellen Anspruch und ihr Bekenntnis zur Wiederverwendung von Materialien.
Der wichtigste Preis des Prix Versailles, der Welttitel, wird Ende des Jahres an drei Projekte aus der Liste 2026 vergeben.