Ausländische Touristen geben in Portugal pro Einkauf weniger aus; der Durchschnitt liegt auf dem niedrigsten Niveau seit 2019. Besonders stark vertreten sind Gäste aus Großbritannien und den USA.
Ausländische Touristinnen und Touristen, die in Portugal Urlaub machen, geben im Land immer weniger Geld aus. Nach den jüngsten Daten von Turismo de Portugal, die auf SIBS-Statistiken beruhen und vom Wirtschaftsblatt Jornal de Negócios veröffentlicht wurden (Quelle auf Portugiesisch), ist der durchschnittliche Betrag pro Zahlungsvorgang auf den niedrigsten Stand seit 2019 gefallen.
Im ersten Halbjahr 2026 lagen die durchschnittlichen Ausgaben pro ausländischer Transaktion bei 35,70 Euro.
Trotzdem stieg das Einkaufsvolumen mit ausländischen Karten in den ersten sechs Monaten des Jahres um sechs Prozent und überschritt damit die Marke von 3,7 Milliarden Euro.
Neben dem Aufenthalt in Hotels binden Gastronomie und Handel weiterhin einen großen Teil der Ausgaben. Der Einzelhandel verzeichnete im ersten Halbjahr den größten Anteil der Ausgaben ausländischer Gäste mit insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Gastronomiebetriebe kamen auf mehr als eine Milliarde Euro, während Beherbergungsbetriebe etwa 735 Millionen Euro an elektronischen Zahlungen verbuchten.
Mehr als die Hälfte der Ausgaben von Ausländerinnen und Ausländern entfiel weiterhin auf den Großraum Lissabon (35,7 %) und die Algarve (21,6 %). Auf Nordportugal entfielen lediglich 1,9 % der Einkäufe von Touristinnen und Touristen.
Unter den wichtigsten Herkunftsmärkten liegen Britinnen und Briten an der Spitze. Sie tätigten 16 Millionen elektronische Transaktionen im Land und gaben dabei 518 Millionen Euro aus.
US-Touristinnen und -Touristen belegen den zweiten Platz unter den größten ausländischen Ausgebern. Das gesamte mit dem nordamerikanischen Markt verbundene Ausgabenvolumen lag jedoch bei 2,4 Millionen Euro und damit deutlich unter dem Betrag der britischen Besucherinnen und Besucher.
Das Konsumverhalten unterscheidet sich jedoch klar. Zwar kaufen Britinnen und Briten häufiger ein, doch Nordamerikanerinnen und Nordamerikaner gehören zu den Gästen mit den höchsten Ausgaben pro Kopf und geben im Schnitt 45 Euro pro Einkauf aus.