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„Ekelhaft“: Trump erntet Kritik für KI-Bild mit Dolly Parton

„Widerlich“: Donald Trump erntet Kritik für KI-Bild mit Dolly Parton
„Widerlich“: Donald Trump gerät wegen KI-Bild mit Dolly Parton in die Kritik Copyright  Screenshot Truth Social / X
Copyright Screenshot Truth Social / X
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Trump teilte auf Truth Social eine KI-Grafik, die ihn Arm in Arm mit Dolly Parton am Weißen Haus zeigt. Für Fans der in dieser Woche gestorbenen Sängerin ist das geschmacklos, Millionen trauern um sie.

Als Donald Trump sich den vielen Prominenten und Stars anschloss, die Dolly Parton öffentlich würdigten, fürchteten viele zunächst das Schlimmste.

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Trump ließ jedoch kurzerhand die Flaggen auf Halbmast setzen, um die beliebte Künstlerin zu ehren, und schrieb auf Truth Social: „Dies ist ein echter Verlust für Millionen von Menschen. Es hat nie zuvor jemanden wie sie gegeben, und es wird nie wieder jemanden wie sie geben. Zu ihren Ehren lasse ich die amerikanische Flagge überall in den Vereinigten Staaten für eine Woche, beginnend heute um 18.00 Uhr, auf Halbmast setzen. Ruhe in Frieden, Dolly! Die Welt liebt dich.“

Zunächst erntete dieser Tribut Applaus. Selbst Trumps schärfste Kritiker anerkannten die Geste.

Doch bald erinnerten Fans daran, dass Dolly Partons Imagination Library – eine Leseförderinitiative, die seit 1995 mehr als 330 Millionen Bücher an Kinder verschenkt hat und nur eines ihrer vielen wohltätigen Projekte ist – unter Trumps Regierung die Finanzierung verlor.

Viele Fans warfen Trump daraufhin Heuchelei vor. Die Lage spitzte sich weiter zu, als er in dieser Woche in der Radiosendung The Glenn Beck Program anrief und behauptete, Parton habe ihn „wirklich gemocht“.

Kritiker hielten dagegen und betonten, Dolly Parton habe all das verkörpert, wofür Trump nicht steht: Toleranz, Respekt und den Wunsch, Menschen zusammenzubringen.

Nun teilte Trump in einem seiner jüngsten KI-Posts auf Truth Social eine Illustration, die ihn Arm in Arm mit Parton beim Spaziergang um das Weiße Haus zeigt.

Für viele Bewunderer von Parton war das eine klare Grenzüberschreitung. In den sozialen Netzwerken verurteilten zahlreiche Nutzer Trump und das KI-Bild scharf.

„Trump hatte das Gefühl, dass Dolly Parton zu viel Aufmerksamkeit bekommt“, schrieb ein Account. Ein anderer kommentierte: „Dieses Bild ist widerlich. Dolly Parton hat sich nie mit ihm fotografieren lassen, und ich glaube nicht, dass sie je eingewilligt hätte. Sie auf seinem Arm zu zeigen, ist, als würde man die schönste Seele, die man sich vorstellen kann, nehmen und einen ekelhaften Eimer voller übel riechendem Trump über sie auskippen.“

Der Beitrag ging noch weiter: „Dolly Parton war freundlich, großzügig und bekannt dafür, eine Freundin der LGBTQ-Community zu sein – sie war in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von trump. ‚Ich kenne sie und liebe sie alle, und ich urteile nicht‘, sagte sie über trans Menschen. trump verbreitet LÜGEN über trans Menschen und behauptet, Schulen würden Kinder heimlich gegen den Willen der Eltern ‚umwandeln‘. Sie war nicht besessen davon, ihren Namen überall groß hinzuschreiben, aber sie hat ein Vermächtnis der Leseförderung hinterlassen: Ihre Imagination Library hat 300.000.000 kostenlose Bücher an Kinder von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr verteilt. trump lässt derweil seine ICE-Schergen fünjährige Kinder wie den kleinen Liam Tadeo festnehmen und abschieben. Er wird niemals auch nur einen winzigen Bruchteil der Anmut, Liebe und Tugend besitzen, die Dolly in ihrem kleinen Finger hatte.“

Der Post verbreitete sich in Windeseile. Viele kommentierten, Trumps KI-Bild sei „herzlos und hirnlos“ gewesen, und behaupteten, Parton habe sich geweigert, überhaupt mit Trump im selben Raum zu sein.

In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche weitere Reaktionen:

Dolly Parton hielt sich stets von Parteipolitik fern. „Ich mache keine Politik. Ich habe zu viele Fans auf beiden Seiten“, sagte sie einmal. Dennoch lehnte sie Trumps Presidential Medal of Freedom in seiner ersten Amtszeit gleich zweimal ab.

Partons Schwester Stella – die kürzlich bekannt machte, dass Dolly Parton angeboten hatte, eine experimentelle Krebstherapie auf sich zu nehmen, um anderen zu helfen, machte ihre Haltung zu Trump sehr deutlich.

In den Tagen vor dem Tod der Countrymusik-Legende schrieb sie: „Als in den Vereinigten Staaten von Amerika geborene Staatsbürgerin unterstütze ich Trump nicht und stimme weder ihm noch seinem krankhaften, hässlichen, widerlichen Verhalten zu.“

Der Beitrag, der nach dem Tod ihrer Schwester gelöscht, aber vom Portal Raw Story (Quelle auf Englisch) per Screenshot gesichert wurde, fuhr fort: „Viele von uns sind angewidert und fühlen sich durch seine Taten, sein Kabinett, die republikanischen Speichellecker und die Mehrheit des Supreme Court of the United States bedroht.“

Dolly Partons Imagination Library entstand, weil ihr Vater weder lesen noch schreiben konnte. Das Programm verschickt jeden Monat ein kostenloses Buch an Kinder von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr – unabhängig vom Einkommen der Familie – in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Australien und Irland.

Die Imagination Library hat angekündigt, Partons Arbeit fortzuführen. Ihre Vision sei immer gewesen, etwas zu schaffen, das „über Generationen hinweg Bestand hat“.

In einer Erklärung teilte die Organisation mit: „Die Welt trauert heute mit uns. Und doch sind wir uns ebenso sicher, was als Nächstes kommt. Jahrzehntelang haben Dolly und das Team der Dollywood Foundation – Heimat von Dolly Parton's Imagination Library – daran gearbeitet, etwas aufzubauen, das für Generationen bleibt. So wird es kommen. Die Arbeit, die vor uns liegt, war noch nie so bedeutend, und wir führen sie weiter, während sie uns alle emporhebt. Dolly, wir werden dich immer lieben.“

Die Familie Parton bittet anstelle von Blumen um Spenden für Dolly Parton’s Imagination Library unter imaginationlibrary.com (Quelle auf Englisch).

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