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Ukraine: Großbrand in Tschernobyl-Sperrzone breitet sich weiter aus

Feuer in der Sperrzone von Tschernobyl
Feuer in der Sperrzone von Tschernobyl Copyright  ГСЧС Украины
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Von Irina Alexandrova
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Der ukrainische Katastrophenschutz hat einen großflächigen Waldbrand in der Sperrzone des Kernkraftwerks Tschernobyl gemeldet. Starke Windböen erschweren die Löscharbeiten erheblich. In einigen Waldgebieten mussten die Einsätze wegen der Gefahr von Explosionen vorübergehend eingestellt werden.

In der Sperrzone von Tschernobyl ist ein großflächiger Waldbrand ausgebrochen. Die betroffene Fläche wird auf mehr als 1.100 Hektar geschätzt. Das teilte der Staatliche Dienst der Ukraine für Notfallsituationen mit.

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Zur Bekämpfung des Feuers wurden Einheiten des Katastrophenschutzes, Spezialtechnik sowie Kräfte weiterer Behörden eingesetzt. Nach Angaben der Einsatzkräfte breitet sich der Brand wegen starker Windböen rasch auf neue Gebiete aus. Erschwert werden die Löscharbeiten zudem durch die anhaltende Trockenheit und die Minengefahr in Teilen der Sperrzone.

Dadurch seien die Möglichkeiten zur Brandbekämpfung erheblich eingeschränkt. In einigen Bereichen mussten die Einsätze wegen möglicher Explosionen zeitweise ausgesetzt werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dauerten die Löscharbeiten weiter an. Der Notfalldienst betonte, die Lage bleibe schwierig, die Kontrolle über die größten Brandherde werde jedoch schrittweise verstärkt. Brände in der Sperrzone von Tschernobyl sind keine Seltenheit.

Als Ursachen galten in der Vergangenheit unter anderem menschliches Fehlverhalten, Kurzschlüsse an Stromleitungen oder Aktivitäten von Wilddieben. Einer der schwersten Brände der vergangenen Jahre ereignete sich im April 2020. Damals waren mehrere hundert Einsatzkräfte und zahlreiche Fahrzeuge an den Löscharbeiten beteiligt. Die Sperrzone rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl wurde nach der Reaktorkatastrophe von 1986 eingerichtet.

Große Teile des Gebiets sind bis heute mit Radionukliden belastet. Besonders stark betroffen gelten Wälder und Sumpfgebiete in der Umgebung des Kraftwerks.

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