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Russland schießt portugiesische Drohne Tekever AR3 ab: "Noch nie gesehen"

TEKEVER AR3 Evolution: auf der offiziellen Website von Tekever veröffentlicht
Tekever stellt AR3 Evolution auf offizieller Website vor Copyright  Tekever
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Von Manuel Ribeiro
Zuerst veröffentlicht am
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„Russische Truppen haben eine portugiesische Aufklärungsdrohne vom Typ Tekever AR3 abgeschossen." Laut TASS, der staatlichen Nachrichtenagentur Russlands, wird das Objekt jetzt untersucht.

Wie die russische staatliche Nachrichtenagentur berichtet, haben russische Truppen eine „seltene“ Drohne aus portugiesischer Produktion im Dienst der ukrainischen Armee abgeschossen. Das russische Anti-Drohnen-Bataillon in der Grenzregion Bryansk holte demnach den Tekever AR3 vom Himmel, wie der Kommandeur dieser Einheit der Agentur TASS sagte.

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„Eine feindliche Aufklärungsdrohne ist in unseren Abschnitt eingedrungen. Wir waren überrascht, wir hatten so etwas noch nie gesehen. Das unbemannte Luftfahrzeug hatte ein anderes Leitwerk und andere Flügel. Als wir an der Absturzstelle ankamen, stellten wir fest, dass es sich um eine portugiesische Aufklärungsdrohne handelt. Es ist wichtig, Aufklärungs-UAVs abzuschießen. Erstens legen sie Routen fest, auf denen feindliche Drohnen fliegen. Zweitens suchen sie nach unseren Stellungen, um uns anzugreifen“, sagte der Kommandeur.

Der Kommandeur des russischen Bataillons, das den Abfangdrohnen-Typ „Lis“ (auf Deutsch: „Fuchs“) einsetzt, erklärte TASS, die Drohne Tekever AR3 sei nach dem Abschuss nahezu unversehrt zu Boden gegangen. Der Motor sei beschädigt worden, die Flugzeugzelle und ein Großteil der Struktur seien aber intakt geblieben. Weil es sich um ein „seltenes“ Modell handle, sei die Drohne an ein Forschungsinstitut überstellt worden. Nach Angaben von TASS wollen russische Fachleute das Design sowie technische und konstruktive Daten des Systems untersuchen.

Die Drohne Tekever AR3: "Computer mit Flügeln"

Das Modell AR3 des Herstellers Tekever hat eine Spannweite von knapp vier Metern, wiegt nur 25 Kilogramm und fliegt mit einer Geschwindigkeit zwischen 75 und 90 Kilometern pro Stunde. Die Datenverbindung reicht bis zu 230 Kilometern weit.

Es seien „Computer mit Flügeln“, sagte Ricardo Mendes, Chef von Tekever, in einem Interview mit Euronews. Das 2001 gegründete Unternehmen ist der größte Drohnenexporteur in die Ukraine. Im Jahr 2025 erzielten die Exporte einen Gewinn von mehr als 85 Millionen Euro. Die unbemannten Systeme des Unternehmens haben die Handelsbeziehungen zwischen Portugal und der Ukraine deutlich vertieft: In der Rangliste der portugiesischen Exportmärkte rückte Kyjiw innerhalb von sechs Jahren von Platz 75 auf Platz 36 vor.

Luftkampf zwischen UAVs

Das russische Militär beschrieb die Abfangaktion nahe der Grenze als äußerst „anspruchsvoll“. Es klingt wie ein Kampf zwischen zwei UAVs (unmanned aerial vehicle), also unbemannten Luftfahrzeugen.

Nach Angaben der russischen Soldaten nahm die Abfangdrohne „Lis“ nach der Radarerfassung die Verfolgung auf, die fast 30 Minuten dauerte. Die AR3 kreiste in etwa 2,5 Kilometern Höhe mit 90 bis 100 Kilometern pro Stunde und hinderte sie daran, näher heranzukommen. Beim letzten Anflug ging die Batterie der „Lis“ bereits zur Neige, doch die Besatzung konnte die portugiesische Aufklärungsdrohne dennoch einholen und zerstören, berichteten die Militärs.

Tekever AR3 auf der offiziellen Website des Unternehmens
Tekever AR3 auf der offiziellen Website des Unternehmens Tekever

Die russische „Lis“ ist eine auf Luftabwehr spezialisierte Drohne, die in Moskau entwickelt wurde. Das kleine UAV mit Starrflügeln ist mit einem Gefechtskopf von etwa einem Kilogramm und einem automatischen Zielerfassungssystem ausgestattet. Nach der Radarerfassung eines Ziels wird das Fluggerät gestartet, verfolgt den Gegner und zündet die Sprengladung, sobald es den Heckbereich im Visier hat. Dadurch wird die gegnerische Drohne zerstört.

Weitere Quellen • TASS

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