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Venedig: Privatinsel mit napoleonischem Fort zu verkaufen

Insel Crevan
Insel Crevan Copyright  Di Chris 73 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7382993
Copyright Di Chris 73 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7382993
Von Stefania De Michele & Euronews
Zuerst veröffentlicht am
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Die Privatinsel Crevan steht zum Verkauf – 5.700 Quadratmeter, zwei Anleger und ein napoleonisches Fort mit 215 Quadratmetern.

Eine ganze Insel für sich allein, mitten in der Venezianischen Lagune... mit einem napoleonischen Fort, zwei Anlegestellen, einem inneren Kanal und Blick auf Burano und Torcello. Die Insel heißt Crevan und steht zum Verkauf – für Menschen mit einem sehr gut gefüllten Konto.

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Rund sieben Kilometer von Venedig entfernt umfasst sie 5.700 Quadratmeter und ist gerade auf dem privaten Immobilienmarkt erschienen. Den Verkauf übernimmt Lionard Luxury Real Estate, ein auf Luxusimmobilien spezialisiertes Unternehmen.

„Im Ultra-Prime-Segment des Immobilienmarkts ist eine Privatinsel eine der exklusivsten Formen von Eigentum“, erklärt Firmengründer und Geschäftsführer Dimitri Corti. „Crevan bietet das Privileg, der Welt zu entfliehen und doch im kollektiven Bild von Venedig zu bleiben. Man erwirbt nicht nur eine Residenz und ein Stück Land, sondern Raum, Diskretion und eine ganze Landschaft, für die man Verantwortung übernimmt.“

Ein Garten im Herzen der Lagune

Crevan liegt im satten Grün. Wiesen, hohe Bäume, Zier- und Obstpflanzen umgeben das Hauptgebäude. Ein Netz von Wegen durchzieht das Grundstück und führt zu den beiden Anlegern.

Es gibt zudem einen kleinen inneren Kanal, der die Form der Insel noch besonderer macht. Von der Insel blickt man über die Nordlagune, mit Burano und Torcello, die in der Ferne zu sehen sind.

Der Name Crevan geht direkt auf den Kanal zurück, der die Insel umfließt. Einer lokalen mündlichen Überlieferung zufolge hängt der Ortsname außerdem mit einem Franziskanermönch zusammen, der am Wiederaufbau des nahe gelegenen Klosters San Francesco del Deserto beteiligt gewesen sein soll.

Das von Napoleon errichtete Fort

Das eigentliche Prunkstück ist jedoch das 215 Quadratmeter große Fort. Seine Geschichte beginnt 1806, in der napoleonischen Herrschaftszeit. Damals entstand auf der Insel der erste militärische Stützpunkt als Teil eines Verteidigungssystems, das die Zugänge nach Venedig schützen und kontrollieren sollte.

Später erweiterten die Österreicher die Befestigungsanlage. 1866, mit dem Anschluss Venetiens an das Königreich Italien, ging Crevan in den Besitz des italienischen Staates über und behielt auch in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg eine militärische Funktion.

Dann kam der Wendepunkt: Die Insel wurde privatisiert und das Fort zu einem Wohnhaus umgebaut.

Heute Wohnhaus, militärische Seele bleibt

Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes geht auf eine 1996 begonnene Restaurierung zurück, die die ursprüngliche Struktur weitgehend bewahrt hat.

Im Fort gibt es heute vier Haupträume und zwei Bäder; es verfügt über fließendes Wasser, Strom, Heizung und Klimaanlage. Auf dem Grundstück stehen zudem mehrere Nebengebäude, darunter eine Wohnung für den Hauswart.

Und es gibt noch Spielraum für weitere Umbauten: Die Bauvorschriften erlauben, Teile der bestehenden Bebauung zusammenzufassen und so die Wohnfläche zu vergrößern.

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