Loader
Finden Sie uns
Werbung

Exklusiv: Australien reagiert auf EU-Idee der assoziierten Mitgliedschaft

Video wird geladen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht in Vilnius mit Australiens Premierminister Anthony Albanese, am zwölften Juli 2023.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Gespräch mit Australiens Premierminister Anthony Albanese in Vilnius, Litauen, am zwölften Juli 2023. Copyright  AP
Copyright AP
Von Angela Skujins & Peggy Corlin
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Kaum hat die EU Kanada eine assoziierte Mitgliedschaft angeboten, womit auch anderen entfernten Staaten Perspektiven eröffnet wurden, zieht Australien eine eigene Bilanz.

In exklusiven Stellungnahmen bei Euronews hat die australische Regierung auf den Hinweis von Präsident des Europäischen Parlaments Robert Mestola reagiert, dass Australien und Neuseeland ebenfalls eine Einladung erhalten könnten, als "assoziierte Mitglieder“ an die Europäische Union heranzurücken.

WERBUNG
WERBUNG

Ein Sprecher der australischen Regierung betonte, die Beziehungen des Landes zur EU seien "so stark und wichtig wie nie zuvor“. Canberra konzentriere sich jedoch darauf, das Handelsabkommen zwischen der EU und Australien abzuschließen, "das uns noch enger zusammenbringen wird“.

"Dieses einmalige Generationenabkommen verschafft unseren Landwirten, Exporteuren, Produzenten und Unternehmen Zugang zu 27 EU-Staaten sowie 450 Millionen Verbrauchern“, sagte der Sprecher.

"Australien ist eine Handelsnation. In Zeiten weltweiter Unsicherheit ist es wirtschaftlich sinnvoll, unsere Handelspartnerschaften zu vertiefen.“

Auch ein Sprecher der neuseeländischen Regierung stellte bei Reuters klar, dass „es keine Gespräche mit der EU über Neuseeland als assoziiertes Mitglied gegeben hat“.

Auslöser der Debatte ist eine Ankündigung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie hatte Kanada bei einer richtungsweisenden Rede zur Lage der Europäischen Union am Mittwoch in Straßburg die Tür zu einem Status als assoziiertes EU-Mitglied geöffnet.

Die Verhandlungen über das EU-Australien-Handelsabkommen wurden im vergangenen März abgeschlossen. Nun müssen beide Seiten das Abkommen noch ratifizieren. Dieser Prozess könnte durch die Sorgen der Landwirte auf beiden Seiten über die im Vertrag vorgesehenen Fleischquoten erschwert werden.

Sorge der Landwirte zu Fleischquoten

Das Abkommen legt Jahresquoten für sensible Produkte fest, darunter australisches Rindfleisch mit 30.600 Tonnen und Schaf- bzw. Lammfleisch mit 25.000 Tonnen.

Viele EU-Landwirte kritisieren, die neuen Kontingente kämen zu bereits gewährten Präferenzmengen aus anderen Handelsabkommen wie Mercosur hinzu, während die australische Rindfleischbranche rund 50.000 Tonnen angestrebt hatte.

Auch in Australien stößt das Abkommen auf erheblichen Widerstand. Die Liberal-National Coalition, ein Bündnis australischer Parteien, das traditionell dem Mitte-rechts-Spektrum zugerechnet wird, fordert Handelsminister Don Farrell auf, nachzuverhandeln.

Australien ist nach Brasilien der zweitgrößte Rindfleischexporteur weltweit. Gespräche zwischen Brüssel und Canberra waren bereits 2023 an Streit über Agrarquoten vorübergehend gescheitert.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Nach Kanada: Assoziierte EU-Mitgliedschaft auch für Australien und Neuseeland?

Trump droht mit hohen Zöllen: Assoziierung Kanadas mit der EU wäre „feindlicher Akt“

"Sauerei": Zehntausende Upskirting-Videos vom Teufelsrad auf dem Oktoberfest