Das Unglück passierte am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz eines Wasserparks in Grostenquin im französischen Département Moselle. Die Polizei ermittelt.
Ein 17 Monate altes Mädchen ist am Mittwochnachmittag auf dem Parkplatz des Campingplatzes am Wasserpark Capfun in Grostenquin im Département Moselle ums Leben gekommen. Das Kind wurde von dem Auto seines eigenen Vaters erfasst. Für die Familie sollte es der Beginn eines Urlaubs werden – stattdessen endete die Ankunft auf dem Campingplatz in einer Tragödie.
Die deutsche Familie aus der Umgebung von Stuttgart war gerade mit ihren vier Kindern auf dem Campingplatz angekommen. Die Eltern hatten nach ihrer Ankunft um einen Wechsel des Bungalows beziehungsweise des Stellplatzes gebeten. Der 45-jährige Vater stieg daraufhin in den Familien-SUV, um zum neuen Standort zu fahren.
Zunächst waren die Kinder nach Angaben der Staatsanwaltschaft von dem Fahrzeug ferngehalten worden. Doch plötzlich näherten sich die Geschwister dem Auto. Bei dem anschließenden Manöver erfasste der Wagen das 17 Monate alte Mädchen. Es wurde dabei so schwer verletzt, dass es noch am Unfallort starb.
Die drei Geschwister des Mädchens sind sieben und vier Jahre alt – bei den beiden Vierjährigen handelt es sich um Zwillinge. Die Familie war erst kurz zuvor aus der Region Stuttgart in die Moselle gereist.
Sofort wurden Rettungskräfte alarmiert. Feuerwehrleute aus Morhange und Albestroff sowie der medizinische Rettungsdienst SMUR aus Forbach versuchten, das Kind zu retten. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben jedoch erfolglos. Für die Familie und Menschen, die den Unfall miterlebt hatten, wurde eine psychologische Betreuung eingerichtet.
Die Staatsanwaltschaft in Sarreguemines leitete ein Ermittlungsverfahren ein und übertrug die Untersuchung der Gendarmeriebrigade in Grostenquin. Die Ermittler sollen nun die genauen Umstände des Unfalls klären. Insbesondere soll rekonstruiert werden, wie es dazu kommen konnte, dass sich die Kinder dem Fahrzeug näherten.
Die Alkohol- und Drogentests beim Vater fielen negativ aus. Die Staatsanwaltschaft spricht nach den bisherigen Erkenntnissen von einem Unfall unter „unglücklichen Umständen“. Hinweise auf eine absichtliche Handlung gibt es demnach nicht.
Der Campingplatz Capfun de la Tensch in Grostenquin liegt rund 50 Kilometer von Metz entfernt. Die Familie hatte ihren Urlaub dort gerade erst begonnen.