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Russland greift nachts mit über 450 Drohnen an, Ukraine attackiert Raffinerien

Feuerwehrleute löschen einen Brand in Lagerhallen nach einem russischen Luftangriff in Odesa, Ukraine, am Sonntag, 13. September 2026.
Feuerwehrleute löschen einen Brand in Lagerhallen nach einem russischen Luftangriff in Odesa in der Ukraine am Sonntag, 13. September 2026. Copyright  AP Photo
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Von Lucy Davalou
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einem Interview am Samstag, er sei bereit, zum G20-Gipfel nach Miami zu reisen. Dort wolle er am Rande mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammentreffen.

Russland hat in der Nacht mehr als 450 Drohnen über der gesamten Ukraine eingesetzt. Das teilten die ukrainischen Streitkräfte mit. Nach Angaben russischer Behörden griff Kyjiw zugleich Raffinerien in der Republik Tatarstan an.

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Insgesamt setzte Russland 453 Drohnen unterschiedlichster Typen ein. Die ukrainische Armee holte nach eigenen Angaben 409 davon vom Himmel. Trotzdem wurden 13 Orte getroffen.

Mehrere Angriffe auf die Stadt Stryi im Gebiet Lwiw an der Grenze zu Polen beschädigten ein mehrstöckiges Wohnhaus, ein Nebengebäude nahe einer Schule sowie Gebäude in der Nähe des Bahnhofs. Alle wurden von russischen Drohnen getroffen.

In der Stadt Isjum kam eine 26-jährige Frau durch die Detonation eines Sprengsatzes ums Leben, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Charkiw, Oleh Synjehub, mitteilte. Die Stadt Charkiw und 15 weitere Ortschaften in der Region seien ebenfalls beschossen worden. Drei Menschen wurden verletzt, darunter eine 73-jährige Frau, fügte Synjehub hinzu.

Am Samstag wurden im westukrainischen Gebiet Wolyn nach einem mehrstündigen Massenangriff der russischen Armee mindestens fünf Menschen verletzt. Der Angriff dauerte über vier Stunden, so Gouverneur Roman Romaniuk. Mehr als zehn Drohnen drangen in den Luftraum der Region ein.

In der Stadt Luzk wurde ein evakuierter Zug von Trümmern getroffen, wodurch ein Feuer ausbrach. Verletzte gab es nach Angaben des Gouverneurs nicht.

Ukraine greift Ölanlagen an

Unterdessen kamen bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Industriegelände in Nischnekamsk in der russischen Republik Tatarstan zwei Menschen ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt. Der Angriff löste nach russischen Angaben einen Brand aus. Euronews konnte diese Zahlen nicht unabhängig überprüfen.

Der ukrainische Militärgeheimdienst meldete zudem einen Treffer gegen die Slavyansk-ECO-Raffinerie in Slawjansk am Kuban in der südöstlichen Region Krasnodar. Demnach wurden eine zentrale Ölverarbeitungseinheit und das Tanklager der Anlage beschädigt.

Russland und die Ukraine nehmen vor Beginn des Winters weiter gezielt die Energieinfrastruktur des jeweils anderen ins Visier. Russland konzentriert sich vor allem auf das ukrainische Stromnetz und andere Energieanlagen. Die Ukraine greift hauptsächlich russische Öl- und Gasinfrastruktur an.

Russland: Treffen Putin–Selenskyj beim G20-Gipfel „unmöglich“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte in einem Interview am Samstag, er sei bereit, zum G20-Gipfel nach Miami zu reisen, um dort am Rande des Treffens mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammenzukommen.

„Wir müssen hinfahren. Wir müssen uns treffen, reden und Entscheidungen treffen“, sagte Selenskyj. „Es geht nicht um Worte. Was ich ihm sage oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle. Wichtig sind die Ergebnisse. Das ist alles.“

Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte diese Option „unmöglich“ und erklärte, Putin werde Selenskyj nur in Moskau treffen.

Außenminister Sergej Lawrow betonte zugleich, Russland werde seine „militärischen Spezialoperationen“ in der Ukraine auch bei möglichen Friedensgesprächen nicht einstellen.

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