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Von der Ostsee bis zum Mondsee: 47 der besten Campingplätze sind in Deutschland

In Deutschland gibt es mehr als 3.000 Campingplätze, aber viele Outdoor-Liebhaber zieht es auch ins Ausland.
In Deutschland gibt es mehr als 3.000 Campingplätze, aber viele Outdoor-Liebhaber zieht es auch ins Ausland. Copyright  Camping Vidor Family & Wellness Resort // Camping.info GmbH
Copyright Camping Vidor Family & Wellness Resort // Camping.info GmbH
Von Maja Kunert
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein neues Nutzer-Ranking zeigt, welche Campingplätze in diesem Jahr besonders gefragt waren, mit einer Überraschung an der Spitze und einem starken Auftritt deutscher Küsten- und Alpenplätze.

Camping-Urlaub ist bei den Deutschen weiterhin sehr beliebt. Fast 44,7 Millionen Gästeübernachtungen registrierten Campingplätze in Deutschland im vergangenen Jahr 2025. Das ist ein Rekord, wie das Statistische Bundesamt im März mitteilte.

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Aber nicht nur in Deutschland ist der Outdoor-Urlaub im Wohnwagen, Van oder Zelt beliebt. Die Statistikbehörde Eurostat zählte für das Jahr 2025 413 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen in der EU. Das sind fast 30 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

Doch welche Plätze in Europa ziehen die meisten Camper an? Das Reise- und Buchungsportal camping.info hat dazu ein Ranking der 100 gefragtesten Campingplätze der Saison 2026 erstellt, basierend auf den Seitenaufrufen seiner Nutzer zwischen Januar und September.

Österreich schlägt Deutschland, zumindest an der Spitze

Wer nach dem meistgesuchten Campingplatz Europas fragt, landet in den Alpen. Ganz oben im Ranking steht der Falkensteiner Camping Grubhof im Salzburger Land, nahe St. Martin bei Lofer. Der Fünf-Sterne-Platz liegt direkt an der Saalach und punktet vor allem bei Familien, mit Spielplätzen, Kinderprogramm und einer eigenen Saalachtal-Card, die im Sommer freien Eintritt zu vielen Ausflugszielen der Region bietet. Betrieben wird der Platz von der österreichischen Falkensteiner-Gruppe, die auch mehrere Hotels in der Region führt.

Der Falkensteiner Camping Grubhof liegt malersch direkt am Ufer der Saalach, umgeben von den Loferer Steinbergen und den Berchtesgadener Alpen.
Der Falkensteiner Camping Grubhof liegt malersch direkt am Ufer der Saalach, umgeben von den Loferer Steinbergen und den Berchtesgadener Alpen. Falkensteiner Camping Grubhof // Camping.info GmbH

Auf Platz zwei folgt das Camping Vidor Family & Wellness Resort im italienischen Trentino, der erste Nicht-Alpenrepublik-Vertreter der Top 3. Es kombiniert klassisches Camping mit Wellness- und Spa-Angeboten.

Den dritten Platz sichert sich erneut Österreich: das Camp MondSeeLand in Tiefgraben bei Mondsee, direkt am gleichnamigen See im Salzkammergut, bekannt für sein klares Wasser und die Nähe zu Salzburg.

Insgesamt kommen fünf der Top 10 Plätze aus Österreich, drei aus Deutschland und zwei aus Italien. Die Alpenrepublik dominiert also die Spitze des Rankings.

Das Camp MondSeeLand liegt zwischen Mondsee und Irrsee in Österreich.
Das Camp MondSeeLand liegt zwischen Mondsee und Irrsee in Österreich. Camp MondSeeLand // Valentin Weinhaeupl/(c) // Camping.info GmbH

Deutschland bleibt die Nummer 1 der Campingnationen

Im Gesamtbild sieht es anders aus: Deutschland ist mit 47 der 100 gefragtesten Plätze das mit Abstand am stärksten vertretene Land, vor Österreich (23) und Italien (18). Auch die Schweiz, Kroatien, Slowenien, Polen, die Niederlande und Griechenland sind mit einzelnen Plätzen dabei.

Innerhalb Deutschlands führt Bayern mit 13 gelisteten Plätzen, gefolgt von Schleswig-Holstein (acht) und Baden-Württemberg (sechs). Niedersachsen und Rheinland-Pfalz kommen auf je fünf, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen auf je vier Plätze.

Bester deutscher Platz im Gesamtranking ist das Insel-Camp Fehmarn in Schleswig-Holstein auf Rang sieben, es liegt direkt am Ostseestrand mit rund 360 Standplätzen, Sauna und einer Bootsrampe. Auf Platz acht folgt das Camping Resort Zugspitze im bayerischen Grainau, ganzjährig geöffnet, mit Luxusstellplätzen samt eigenem Bad und einer Spa-Landschaft am Fuß von Deutschlands höchsten Berg. Dritter deutscher Platz in den Top 10 ist Camping Willam in Baden-Württemberg auf Rang zehn.

Das Insel-Camp Fehmarn bietet direkten Zugang zur Ostsee.
Das Insel-Camp Fehmarn bietet direkten Zugang zur Ostsee. Dominik Haf // Insel-Camp Fehmarn GmbH & Co. KG

Auch die offiziellen Zahlen bestätigen den Trend: Laut Eurostat verzeichnete Deutschland 2025 rund 45 Millionen Campingübernachtungen und liegt damit EU-weit auf Platz vier, hinter Frankreich (154 Millionen), Spanien (49,8 Millionen) und Italien (49,1 Millionen). Frank Schaal, Geschäftsführer des Branchenverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, führt den Zuwachs auch auf gestiegene Qualitätsstandards zurück.

Was eine Campingnacht in Europa kostet

Camping gilt als günstigere Alternative zum Hotelurlaub, doch die Preise schwanken stark. Für eine Übernachtung mit Stellplatz für zwei Personen, Caravan, Strom und Ortstaxe zahlt man laut camping.info am meisten in Kroatien mit rund 41 Euro, dicht gefolgt von Italien, der Schweiz und Österreich. Deutschland liegt mit etwa 30 Euro im Mittelfeld, teurer als die Niederlande oder Frankreich, aber deutlich günstiger als die Alpenländer.

Am günstigsten campt es sich in Albanien für rund 14 Euro sowie in der Türkei, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Polen, überall unter 20 Euro pro Nacht.

In Deutschland selbst sind die Preise zuletzt deutlich gestiegen: Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz kosteten 2025 laut Statistischem Bundesamt rund 32 Prozent mehr als 2020, die Campingplatzgebühr stieg um knapp 29 Prozent, beides stärker als die allgemeine Preisentwicklung bei Übernachtungen (plus 26,9 Prozent) und die Inflation.

Warum der Boom nicht abreißt

Reisende schätzen an Camping vor allem die Flexibilität, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Nähe zur Natur. Hinzu kommt ein wachsendes Angebot, vom klassischen Zeltplatz bis zum Glamping-Resort mit Spa.

Wie groß der deutsche Caravaning-Markt wirklich ist, hängt davon ab, wen man fragt: Das Statistische Bundesamt zählt für 2025 rund 44,7 Millionen Campingübernachtungen, der Caravaning Industrie Verband (CIVD) kommt mit Zahlen des Instituts dwif auf rund 56 Millionen, plus weitere 20 Millionen auf Stellplätzen außerhalb klassischer Campingplätze. Denn die amtliche Statistik erfasst nur Betriebe mit mindestens zehn Stellplätzen und lässt kleinere Wohnmobilstellplätze außen vor.

Laut dwif kletterte der mit Caravaning verbundene Umsatz 2025 auf knapp 23 Milliarden Euro. In Deutschland sind mittlerweile über 1,8 Millionen Freizeitfahrzeuge zugelassen, so der CIVD.

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