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Roll-Displays und KI-Agenten: Wie Lenovo die Tech-Zukunft neu erfindet

Lenovo präsentierte auf dem MWC vor allem Super-KI-Agenten und neuartige Display-Formate.
Lenovo setzte beim MWC mit leistungsstarken KI-Agenten und neuartigen Display-Formaten die Akzente. Copyright  Business Wire 2026 / AP
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Von Amber Louise Bryce & Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am
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Der weltgrößte PC-Hersteller will mit neu gedachten Displays und starker, adaptiver KI grundlegend verändern, wie Menschen Technik nutzen.

In einer Zeit ständig neuer, von Künstlicher Intelligenz (KI) getriebener Umbrüche setzt Lenovo weiter auf Innovation – mit einer mutigen Hybridstrategie, die auf ein einheitliches KI-Ökosystem zielt.

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Als weltweit größter PC-Hersteller hat der Konzern seinen Fokus in den vergangenen Jahren verlagert: weg von der reinen Geräteproduktion, hin zu plattformübergreifenden Systemen, die sich flexibel an die Bedürfnisse der Menschen anpassen.

"Rechenleistung kann heute überall stattfinden. Früher brauchte es dafür ein großes, beeindruckendes System. Das gibt es noch, und dafür gibt es auch weiterhin Anwendungen. Aber grundsätzlich kann Rechenpower heute fast überall stecken", sagte Steve Long, Senior Vice President der Intelligent Devices Group (IDG) von Lenovo, Euronews Next.

"Ein PC oder Computer kann heute in fast jedem Gerät stecken. Das eröffnet viele neue Nutzungserlebnisse, bei denen wir glauben, dass sich Lenovo klar abheben kann."

Adaptive KI-Geräte stehen im Mittelpunkt der jüngsten Lenovo-Neuheiten, von denen viele auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu sehen waren. Dazu gehören neuartige Designs wie ein ausrollbares Notebook, ein Konzept für ein klappbares Gaming-Smartphone und der Start von Lenovo Qira.

Qira hatte Lenovo Anfang des Jahres auf der CES erstmals angekündigt. Der Dienst funktioniert als persönlicher KI-Superagent, der plattformübergreifend arbeitet. So lernt er Sie und Ihre Arbeitsabläufe immer besser kennen und entwickelt sich zu einem hocheffizienten digitalen Doppelgänger, der Ihre Bedürfnisse fast vorausahnen kann.

"Sie erledigen vielleicht gerade eine Aufgabe auf dem Smartphone und wollen, dass [Qira] direkt auf Ihr Tablet wechselt. Qira merkt sich den Stand, macht genau dort weiter und kennt den Kontext – nicht nur, was Sie getan haben, sondern mit Ihrer Erlaubnis auch Ihre Vorgeschichte, wer Sie sind und was Sie interessiert", erklärte Long.

"Qira führt Menschen vom einfachen Suchen hin zu Vorhersagen, Empfehlungen und zu Arbeit, die das System selbstständig für Sie erledigt", fügte er hinzu.

Viele Wirtschaftslenker sehen Agenten-KI als Zukunft für die Automatisierung und Entlastung im Arbeitsalltag. Der rasante Aufstieg dieser Technologie sorgt aber auch für Sorgen über Sicherheitslücken und die Gefahr, dass KI-Agenten außer Kontrolle geraten könnten. Einige Expertinnen und Experten warnen deshalb, solche Systeme bräuchten ähnliche Hintergrundprüfungen wie menschliche Beschäftigte.

Long ist überzeugt, dass neben der richtigen Sicherheitsarchitektur und Governance vor allem eines wichtig ist: Nutzerinnen und Nutzer müssen sich bewusst entscheiden können, ob sie solche Dienste aktivieren – und den Nutzen selbst abwägen.

"Der Zugang zeigt ihnen, wie Qira Produktivität steigern kann oder sogar hilft, Mitarbeiter zu halten, weil sie zufriedener sind oder Dinge schneller erledigen können", sagte er.

"Der größte kulturelle Faktor sind die Menschen selbst. Man muss sie davon überzeugen, dass so etwas akzeptabel ist. Denken Sie an das selbstfahrende Auto: Heute kann man sich hineinsetzen und es selbst fahren lassen, doch viele Menschen sträuben sich noch immer dagegen. Ähnlich wird es aus meiner Sicht mit KI-Agenten laufen, wenn wir weiter damit experimentieren und ihnen erlauben, eigenständig in unserem Namen zu handeln."

Neben der Erweiterung der Fähigkeiten intelligenter Systeme erprobt Lenovo auch neue Display-Formate. Das erwähnte ausrollbare Notebook sorgt für besonders viel Interesse: Der Bildschirm misst vierzehn Zoll und lässt sich vertikal auf bis zu sechzehn Komma sieben Zoll vergrößern. Damit bedient Lenovo einen wachsenden Markt für mobile Technik, die den üblichen Kompromiss beim verfügbaren Bildschirmplatz auflöst.

"Der Bildschirm fährt hoch, wenn man für immersive Inhalte oder zum Anschauen von Videos mehr Fläche möchte. Danach rollt er sich wieder ein und wird zum normalen Laptop, den man einfach mit sich herumträgt", sagte Long und ergänzte, das Gerät sei besonders bei Gamerinnen und Gamern beliebt.

Er verwies außerdem darauf, dass neue Möglichkeiten der Sprachsteuerung weitere Revolutionen in künftigen Produkten antreiben – und grundsätzlich verändern, wie Menschen mit ihren Geräten umgehen.

"Man kann Postkarten einfach per Sprache erstellen oder eine PowerPoint-Präsentation diktieren", sagte er mit Blick auf den Prototyp Lenovo AI Workmate, der einen Roboterkopf mit einem nach unten projizierenden Display kombiniert.

"All das ist technisch heute schon machbar, wenn man sich auskennt. Wir wollen diese Möglichkeiten aber für ein breites Publikum zugänglich machen, und darauf freue ich mich."

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