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Warnung vor Trojanern: Raubkopien von „The Odyssey“ können Malware enthalten

Vor dem Athinaion-Kino in Athen montieren Arbeiter am Samstag, dem elften Juli 2026, ein handgemaltes Plakat von Virginia Axioti für Christopher Nolans Film „The Odyssey“.
Arbeiter montieren vor dem Athinaion-Kino in Athen ein von Virginia Axioti handgemaltes Plakat für Christopher Nolans Film „The Odyssey“. Es ist Samstag, der elfte Juli 2026. Copyright  AP Photo/Petros Giannakouris
Copyright AP Photo/Petros Giannakouris
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Viele wollen „The Odyssey“ gratis streamen. Doch Raubkopien schleusen bereits Schadsoftware ein, die Passwörter, Zahlungsdaten und mehr ausspäht.

Raubkopierte digitale Versionen des Blockbusters „The Odyssey“ dienen offenbar als Einfallstor für Hacker, die sich Zugriff auf die Computer der Zuschauer verschaffen. Das geht aus neuen Untersuchungen des Cybersicherheitsunternehmens Bitdefender hervor.

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„Interne Auswertungen von Bitdefender zeigen, dass Nutzer bereits versucht haben, schädliche Programme herunterzuladen, die sich als Filmdatei ausgeben“, teilte der internationale IT-Sicherheitsanbieter mit.

„The Odyssey“ ist bisher noch nicht legal im Netz verfügbar. Viele IMAX-Vorstellungen sind an zahlreichen Orten für Wochen im Voraus ausverkauft.

„Nur wenige Tage nachdem ‚The Odyssey‘ zu einem der größten Kinostarts des Jahres geworden ist, haben Cybersicherheitsforscher bereits gefälschte Raubkopien entdeckt, die die Schadsoftware „Lumma Stealer“ verbreiten“, hieß es weiter.

Das sorgt für erhebliche Sorgen um die IT-Sicherheit. Angreifer im Netz könnten so Zugriff auf die Laptops von Tausenden Nutzerinnen und Nutzern bekommen. Mehrere illegale Seiten bieten Dateien an, die wie legale Video-Downloads des Films aussehen.

Viele dieser Dateien sind jedoch getarnte Versionen der Schadsoftware „Lumma Stealer“. Wer sie öffnet, infiziert sein Gerät.

Die in Russland entwickelte Schadsoftware „Lumma Stealer“ kann nach Einschätzung von Experten sensible Daten stehlen. Dazu gehören gespeicherte Zugangsdaten und Zahlungsinformationen, Session-Cookies, der Browserverlauf, Fernwartungsprogramme und Kommunikations-Apps. Auch andere lokal gespeicherte Dokumente und Dateien sind gefährdet.

Greifen Kriminelle auf so viele Daten und Werkzeuge zu, gewinnen sie weitreichenden Zugriff. Sie können nicht nur das Gerät eines Nutzers übernehmen, sondern auch dessen Finanzen und teilweise sogar sein Umfeld angreifen.

Illegale Filmkopien: Hacker nutzen „The Odyssey“ für Angriffe

Die aktuelle Kampagne rund um „The Odyssey“ wirkt alarmierend. Sie ist jedoch nur ein weiteres Beispiel in einer langen Reihe von Fällen, in denen beliebte Filme als Vehikel für Hackerwerkzeuge und Schadsoftware dienen.

Kriminelle nutzen meist das Zeitfenster zwischen Kinostart und der Veröffentlichung auf legalen Streaming-Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime.

Bitdefender hat mehrere Lockdateien im Netz entdeckt, darunter:

  • the odyssey 2160phd (2026) engsubs eztv.exe
  • the odyssey 2026 1080p h264-djt.exe
  • the odyssey 2026 1080p webrip-lama.exe

Die Dateien versprechen zwar einen Film-Download. Tatsächlich handelt es sich aber um Windows-Programme, die ein Gerät infizieren sollen, statt ein Video abzuspielen.

Bitdefender warnt, dass diese Liste nicht vollständig ist. Kriminelle dürften viele weitere Dateinamen verwenden.

Die Methode ist nicht neu. Im Jahr 2025 dokumentierten Forschende eine fast identische Kampagne mit angeblichen Downloads von „Mission: Impossible – The Final Reckoning“. Angreifer verteilten damals „Lumma Stealer“ über Torrent-Webseiten, indem sie die Schadsoftware in Dateien versteckten, die wie Filmveröffentlichungen wirkten.

„Die aktuelle Kampagne ersetzt schlicht einen Blockbuster durch den nächsten. Kriminelle erfinden keine neuen Angriffe, sie recyceln bewährte Verteilmethoden rund um den Film, der in Suchmaschinen und auf Torrent-Seiten gerade am gefragtesten ist“, heißt es in dem Bericht.

Torrent-Tracker sind voll von dieser Art Schadsoftware. Im Visier von „Lumma“ und ähnlichen Datendieben stehen nicht nur Blockbuster, sondern auch Serien, gecrackte Spiele und Programme.

Das Problem verschärft sich, weil viele Nutzer auf solchen Seiten weniger genau auf Dateitypen und -namen achten. Sie wissen, dass die Inhalte illegal sind, und rechnen deshalb eher mit ungewöhnlichen Bezeichnungen.

Um sich zu schützen, rät Bitdefender, Filme nur über bekannte, legale Streaming-Dienste anzusehen. Zudem sollten Sicherheitssoftware und Betriebssysteme stets auf dem neuesten Stand sein.

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