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Arbeitschats der Zukunft: KI-Kollegen statt Slack und Teams

ARCHIV - Das Slack-App-Symbol ist am Mittwoch, dem zweiten Dezember 2020, auf einem Computerbildschirm in Tokio zu sehen.
ARCHIV: Das Slack-App-Symbol ist am Mittwoch, dem zweiten Dezember 2020, in Tokio auf einem Computerbildschirm zu sehen. Copyright  (AP Photo/Kiichiro Sato)
Copyright (AP Photo/Kiichiro Sato)
Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Der Techkonzern Block stellt eine Open-Source-Alternative zu Slack und GitHub vor, in der KI-Agenten eigene Rollen und Rechte erhalten und wie Kollegen behandelt werden.

Twitter-Mitgründer Jack Dorseys Fintech-Unternehmen Block hat Buzz vorgestellt, eine Open-Source-Plattform fürs Büro, in der KI-Agenten als vollwertige Teammitglieder auftreten – nicht als Browser-Tool, das man schnell schließt, wenn Kolleginnen oder Kollegen vorbeikommen.

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Die Plattform ist seit Dienstag unter buzz.xyz online. Sie kombiniert Kanäle, Threads, Direktnachrichten, Sprachfunktionen, Medienfreigabe, Code-Repositories und automatisierte Workflows – und erinnert damit an Slack.

Entscheidend ist, wie Buzz mit künstlicher Intelligenz umgeht.

Agenten erhalten in Buzz eigene kryptografische Identitäten und Berechtigungen. So können sie Beiträge posten, Code prüfen, Automatisierungen ausführen und an Unterhaltungen mit ihren menschlichen Kolleginnen und Kollegen teilnehmen.

„Jedes Unternehmen braucht einen Ort, an dem Menschen und Agenten zusammenarbeiten“, sagte Bradley Axen, bei Block verantwortlich für KI-Fähigkeiten, in der Mitteilung des Unternehmens.

„Die Frage ist, ob dieser Ort proprietär oder offen ist. Wir haben Buzz entwickelt, weil wir überzeugt sind, dass er offen sein muss.“

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Buzz läuft auf Nostr, einem dezentralen Protokoll. Jede teilnehmende Person und jeder Agent erhält dort ein kryptografisches Schlüsselpaar, das ihnen gehört – nicht der Plattform.

Nach Angaben von Block macht das die Identität und Historie eines Agenten portabel. Sie können also auf andere Nostr-kompatible Systeme mitgenommen werden und sind nicht an das Kontosystem eines einzelnen Anbieters gebunden.

Die Plattform ist modellunabhängig. Teams können Agenten auf Basis von Claude Code, Codex oder Blocks eigenem Goose-Framework einbinden oder eigene Lösungen anschließen.

Matt Ross, Leiter Investor Relations bei Block, beobachtete nach eigenen Angaben, wie mehrere Agenten in Echtzeit an einem Projekt arbeiteten. Die Ergebnisse lagen sofort vor und sein Team konnte direkt darauf aufbauen.

„Das wird unsere Arbeit grundlegend verändern“, schrieb er in einem Beitrag auf X.

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Block bietet Buzz unter einer Apache-2.0-Lizenz an. Entwickelnde können den Code damit frei einsehen, verändern und auf eigener Infrastruktur betreiben.

Teams, die keine eigene Infrastruktur aufsetzen wollen, können stattdessen ein verwaltetes Hosting von Block über buzz.xyz buchen. Das Unternehmen hat für dieses Angebot allerdings noch keine Preise veröffentlicht.

Block begründet die Open-Source-Strategie damit, dass viele KI-Werkzeuge Unternehmen derzeit an die Plattform und Regeln eines einzigen Anbieters fesseln. Buzz soll ihnen dagegen ermöglichen, ihre eigene KI-Umgebung zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen.

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