Präsident Xi Jinping erklärte bei einem BRICS-Gipfel in Neu-Delhi, China werde den Aufbau einer „Open-Source-Zone für Künstliche Intelligenz“ für die BRICS-Staaten anführen.
Chinesische KI-Unternehmen entwickeln Open-Source-KI-Modelle, die weltweit zur Spitze gehören. Ihr Quellcode ist offen und lässt sich von Anwenderinnen und Anwendern anpassen. US-Entwickler setzen dagegen eher auf abgeschottete Systeme.
Der Vorstoß ist Teil von Xi Jinpings „Initiative für Open-Source- und inklusive KI“. Er kündigte an, die Zusammenarbeit bei Entwicklung und Einsatz großer Sprachmodelle zu unterstützen, wie aus einer Mitschrift seiner Rede des Staatssenders CCTV hervorgeht.
Die Initiative sieht zudem spezielle Forschung und Ausbildung zu KI für die BRICS-Staaten vor. Ziel sei der Aufbau eines offenen KI-Ökosystems, sagte Xi.
Der BRICS-Verbund mit Staaten wie China, Russland und Indien entstand 2009 als Forum großer Schwellenländer. Sie wollen in von westlichen Mächten dominierten Institutionen mehr Einfluss gewinnen.
Xi forderte außerdem einen breiten, auf Konsens beruhenden globalen Rahmen für die Regulierung von KI.
Xi wird in diesem Monat zu Gesprächen mit Präsident Donald Trump in die Vereinigten Staaten erwartet. Die Regeln für den Umgang mit KI dürften dabei eine wichtige Rolle spielen, denn die Sorge wächst, dass die Welt die Kontrolle über die sich rasant entwickelnde Technologie verlieren könnte.