EasyJet führt in der Economy neue Kestrel-Sitze ein: fest zurückgelehnt, mit mehr Platz für Knie und Schienbeine, ganz ohne veränderte Sitzabstände.
Wir schätzen, wie Billigfluggesellschaften die Reisebranche verändert haben. Sie machen inzwischen selbst weit entfernte Städte und Urlaubsziele für viel mehr Menschen zugänglich – in einer Welt, die immer stärker gespalten wirkt.
Doch wirklich gern reisen wir mit Billigfliegern nicht. Man verbringt viel zu viel Zeit damit, mit seinem Handgepäck zu kämpfen, nur um es nicht aufgeben zu müssen. Und der eigentliche Nervenkrieg beginnt erst, wenn man in einem unbequemen Sitz ohne Beinfreiheit feststeckt.
Das könnte sich ändern, sofern Sie easyJet als günstige Airline wählen. Die Fluggesellschaft führt neue, leichtere Sitze ein, die bis zu zwei Zoll, also rund fünf Zentimeter, mehr Beinfreiheit bringen sollen.
Die britische Billigfluggesellschaft, die als zweitgrößte Europas gilt, stattet ab 2028 ihre künftige Flotte der Airbus-Modelle A320neo und A321neo mit Economy-Sitzen des Typs Kestrel aus.
Laut dem Hersteller Mirus Aircraft Seating ermöglicht das „ergonomische Design den Passagieren mehr Beinfreiheit, ohne dass sich der Sitzabstand selbst verändert“. Der Sitz ist zudem „vorgeneigt“, sodass Knie und Schienbeine mehr Platz haben.
„Wir freuen uns sehr, den Mirus-Kestrel-Sitz in unsere künftige Flotte aufzunehmen“, sagt David Morgan, Chief Operating Officer von easyJet. „Diese Investition unterstützt unseren konsequenten Fokus auf möglichst effiziente Abläufe. Wir nutzen viele kleine Verbesserungen, die in der Summe den Treibstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen deutlich senken.
„Neben den Vorteilen für die Nachhaltigkeit bieten die zusätzliche Beinfreiheit und der höhere Komfort dieser Sitze auch ein besseres Reiseerlebnis an Bord – und wir wissen, dass unsere Kundinnen und Kunden das schätzen werden.“
Weitere Neuerungen bei easyJet
Die neuen, leichteren Sitze sind Teil des Fahrplans von easyJet zu Netto-Null-Emissionen bis 2050. Dafür nimmt die Airline ihre ältesten Flugzeuge, darunter A319 und A320ceos, schrittweise aus dem Betrieb und ersetzt sie durch effizientere Modelle wie A320neo und A321neo.
Bis diese Umstellung vollständig greift, optimiert die Airline bereits ihre aktuelle Flotte, um sie sparsamer zu machen.
Ab diesem Jahr werden auf mehreren A320ceos mit einhundertachtzig Sitzen die hintere Bordküche und die Toiletten durch das platzsparendere SpaceFlex-Konzept ersetzt. So entsteht auf jedem dieser Flugzeuge Platz für eine zusätzliche Sitzreihe.