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Schlag gegen Russlands Schattenflotte: Britische Soldaten entern russischen Tanker

Keir Starmer verlässt die Downing Street Nummer zehn zur wöchentlichen Fragestunde im Parlament in London, Mittwoch, zehnter Juni 2026.
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer verlässt 10 Downing Street auf dem Weg zur wöchentlichen Fragestunde im Parlament in London, Mittwoch, 10. Juni 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In einem Beitrag in sozialen Netzwerken erklärt der britische Premierminister Keir Starmer, der Einsatz habe Russland einen weiteren Schlag versetzt.

Die britische Regierung hat am Sonntag mitgeteilt, dass ihre Streitkräfte im Ärmelkanal einen Öltanker der russischen Schattenflotte abgefangen haben. Es handele sich nach eigenen Angaben um die „erste von Großbritannien geführte Operation dieser Art“.

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In einer Erklärung aus Westminster hieß es, Marineinfanteristen der Royal Marines und Ermittler der National Crime Agency (NCA) seien am frühen Sonntagmorgen an Bord des russischen Tankers Smyrtos gegangen. Der Einsatz dauerte rund sechs Stunden.

Die Soldaten und NCA-Beamten wurden von Chinook-, Merlin- und Wildcat-Hubschraubern unterstützt, dazu von einer P-8 der Royal Air Force sowie den Marineeinheiten HMS Sutherland und HMS Ledbury.

Russland nutzt seine Schattenflotte, um westliche Sanktionen gegen die eigene Ölindustrie zu umgehen. Diese Maßnahmen verbieten es Moskau, Tanker zu chartern oder zu versichern, ohne bestimmte Auflagen einzuhalten.

Die Schattenflotte umgeht diese Vorgaben mit verschachtelten Eigentümerstrukturen, Billigflaggen und weiteren Methoden, die die Herkunft der Ladung verschleiern sollen.

Die Smyrtos soll nun vor der Südküste Großbritanniens ankern. Dort wollen die Behörden das Schiff genau beobachten und auf mögliche Sicherheits- oder Umweltprobleme achten.

Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes operiert das Schiff normalerweise vom russischen Hafen Kosmino aus und exportiert seit März 2025 Ölprodukte.

In einem Beitrag in sozialen Netzwerken erklärte der britische Premierminister Keir Starmer, die Aktion habe „Russland einen weiteren Schlag versetzt“. Sie erinnere all jene, „die Putins Krieg in der Ukraine anheizen, dass wir sie nicht im Verborgenen agieren lassen“.

Dan Jarvis, früher Offizier der britischen Armee und seit dieser Woche neuer Verteidigungsminister, lobte das eingesetzte Personal. Der Einsatz habe „Fachwissen, Professionalität und Mut“ erfordert.

„Ich zolle unseren Soldatinnen und Soldaten und allen Beteiligten meinen Respekt. Russland ist auf seine Schattenflotte angewiesen, um den Krieg in der Ukraine zu finanzieren, und unser Eingreifen versetzt Putins illegalem Krieg einen weiteren Schlag“, so Jarvis.

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