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Friedensabkommen in Sicht? Iran äußert sich zu Trumps 24-Stunden-Deal

US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office des Weißen Hauses in Washington am Mittwoch, dem zehnten Juni 2026.
US-Präsident Donald Trump spricht am Mittwoch, 10. Juni 2026, im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte am Samstag, man stehe einem Abkommen so nah wie noch nie und er rechne mit einem Abschluss binnen 24 Stunden.

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntagabend erklärt, das Abkommen zwischen den USA und Iran sei nun "abgeschlossen".

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"Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen. Glückwunsch an alle", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

"Hiermit autorisiere ich die gebührenfreie Öffnung der Straße von Hormus vollständig und zugleich die sofortige Aufhebung der Seeblockade der Vereinigten Staaten."

"Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen", schloss Trump seinen Beitrag.

Trump ruderte in einem nachfolgenden Beitrag etwas zurück und erklärte, die wichtige Wasserstraße werde erst nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens am Freitag wieder geöffnet.

"Dieses großartige Abkommen wird der gesamten Region Frieden und Sicherheit bringen", schrieb er auf Truth Social.

Teheran erklärte am Sonntag, dass „ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges sowie der militärischen Operationen an verschiedenen Fronten, darunter auch im Libanon, ab heute Nacht verkündet wird“.

"Der Text der Absichtserklärung wurde finalisiert, und die offizielle Unterzeichnungszeremonie für das Islamabad-Memorandum wird am Freitag in der Schweiz stattfinden", so Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi.

"Der Text wird in Kürze veröffentlicht, sodass die Öffentlichkeit sowohl die Errungenschaften Irans als auch seine Verpflichtungen einsehen kann. Unsere Verpflichtungen stehen in keinem Verhältnis zu den Gewinnen und Erfolgen, die wir erzielt haben", fügte Gharibabadi hinzu.

Rechtlicher Rahmen für Straße von Hormus

Nach Angaben Teherans würde dies den Weg für 60-tägige Verhandlungen ebnen – „nach Überprüfung der US-Zusagen“, darunter die Aufhebung der US-Blockade.

Die staatliche Nachrichtenagentur Fars erwähnte die Straße von Hormus zwar nicht ausdrücklich, berichtete jedoch wenige Minuten nach Trumps Ankündigung, dass Iran und Oman gemeinsam einen rechtlichen Rahmen für die Schifffahrt in den Gewässern des Persischen Golfs schaffen würden.

Im iranischen Staatsfernsehen war unterdessen ein Banner zu sehen mit der Botschaft: "Die USA wurden gezwungen, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges zu unterzeichnen."

Wenige Minuten vor Trump hatte auch Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif die Einigung verkündet – trotz zuvor geäußerter Zweifel wegen erneuter israelischer Angriffe im Libanon.

"Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekannt geben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erreicht wurde", schrieb Sharif auf X.

"Wir möchten den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran für ihr Engagement danken, eine diplomatische Lösung des Konflikts zu finden", erklärte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif.

"Zudem möchten wir unseren Brüdern bei diesen Vermittlungsbemühungen – der großen Führung des Staates Katar – unseren aufrichtigen Dank für ihre Unterstützung beim Zustandekommen dieses Abkommens aussprechen. Besonders danke ich auch der weitsichtigen Führung des Königreichs Saudi-Arabien und der Republik Türkei für ihren bedeutenden Beitrag in dieser Angelegenheit."

Unterdessen erklärte US-Vizepräsident JD Vance nach Trumps Ankündigung am Sonntag, das Abkommen sei "ein großer Moment" für die USA und ein "sehr, sehr großer Schritt". Zugleich warnte er, dass im weiteren Prozess noch weitere Schritte zwischen beiden Seiten nötig seien.

"Ich werde nicht behaupten, dass morgen alle ‚Kumbaya‘ singen werden", sagte Vance im Sender Fox News. "Es wird etwas Zeit brauchen, die Wege des Friedens zu lernen."

Teheran lässt sich weiter nicht in die Karten schauen

Die Worte aus Teheran am Sonntagabend kamen indes einer Erklärung über ein Friedensabkommen mit den USA so nahe wie möglich – zugleich bemüht sich Iran offenbar darum, die Oberhand zu behalten und die Bedingungen des Abkommens sowie den weiteren Ablauf selbst vorzugeben.

Das militärische Operationshauptquartier der Islamischen Republik, Khatam al-Anbiya, veröffentlichte am Sonntagabend eine separate Erklärung. Darin hieß es, "das widerstandsfähige und stolze Volk Irans" habe gezeigt, "dass die gedemütigten Feinde keine andere Wahl haben, als Niederlage und Kapitulation vor einem von Gott inspirierten Volk und den Soldaten des Allmächtigen zu akzeptieren."

„Indem sie ihren göttlichen und eisernen Willen ihren Gegnern auferlegten, bewiesen sie, dass dem Feind keine andere Möglichkeit bleibt, als die Niederlage anzuerkennen“, erklärte Khatam al-Anbiya.

Zuvor hatte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf erklärt, neue israelische Angriffe auf Irans Verbündeten Hezbollah im Libanon zeigten, dass den USA „entweder der Wille fehle, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, oder die Fähigkeit dazu“.

„Wenn Wille und Fähigkeit fehlen, die eigenen Zusagen umzusetzen, ist es unmöglich, über eine Fortsetzung dieses Weges zu sprechen“, fügte er hinzu.

Iranische Staatsmedien berichteten zudem, Teheran habe noch keine endgültige Entscheidung über das vorgeschlagene Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts zwischen den USA und Iran getroffen.

Trump und Pakistan, das in den Friedensgesprächen eine Schlüsselrolle als Vermittler übernommen hat, hatten bereits am Samstag signalisiert, dass innerhalb der kommenden 24 Stunden eine Einigung erzielt werden könnte.

"Die Unterzeichnung des Abkommens ist für morgen geplant, und unmittelbar danach wird die Straße von Hormus für alle geöffnet", schrieb Trump am Samstag auf Truth Social.

Sharif hatte bereits früher am Tag erklärt, eine Einigung sei so nah "wie nie zuvor". "Da der Abschluss voraussichtlich innerhalb der nächsten 24 Stunden erfolgen könnte, bereitet Pakistan unmittelbar danach die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens vor, gefolgt von Gesprächen auf technischer Ebene in der kommenden Woche", schrieb er auf X.

Auch Katar, das in den vergangenen Tagen als weiterer zentraler Vermittler in den Gesprächen zwischen Iran und den USA in den Vordergrund gerückt war, begrüßte am Sonntagabend die zwischen beiden Seiten erzielte Einigung – "einschließlich der Sicherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus" – und bezeichnete sie als wichtigen Schritt hin zu dauerhaftem Frieden sowie regionalem und internationalem Wirtschaftswachstum.

Delegation aus Iran in Katar

"Das Außenministerium bringt die Wertschätzung des Staates Katar für die Entschlossenheit der amerikanischen und iranischen Seite sowie deren Engagement zum Ausdruck, Differenzen durch Verhandlungen und friedliche Mittel beizulegen", erklärte das Ministerium auf X.

Eine katarische Delegation hielt sich bereits am Sonntag in der iranischen Hauptstadt auf, während die Verhandlungen andauerten. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, die Delegation solle "die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem diplomatischen Prozess prüfen".

Das Abkommen hängt weiterhin davon ab, dass Teheran einer vollständigen Wiederöffnung der Straße von Hormus – einer zentralen Transitroute für Öl und Gas – zustimmt und sein Atomwaffenprogramm beendet. Trump erklärte am Samstag, ein Abkommen würde eine "Mauer gegen Atomwaffen" schaffen.

"Hoffentlich wird dieser Prozess schnell, einfach und reibungslos verlaufen. Falls nicht, haben wir die ultimative Alternative – hoffentlich muss sie nie wieder eingesetzt werden", warnte Trump.

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