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Porto-Santo-Reiseführer: Auszeit auf einer von Europas unterschätztesten Inseln

Zum Miradouro das Flores: bester Blick über die Insel
Zum Mirador Flores: Hier genießen Sie den schönsten Blick auf die Insel von oben. Copyright  Saskia O'Donoghue
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Von Saskia O'Donoghue
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Nur eine kurze Fährfahrt von Madeira entfernt liegt Porto Santo. Bisher im Schatten, lockt die Insel mit neun Kilometern Goldstrand, Dünen und entspanntem Leben als neuer Geheimtipp Europas.

Auf Porto Santo anzukommen, ist herrlich unkompliziert.

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Von Funchal, Madeiras geschäftiger Hauptstadt, sind es nur ein kurzer Flug oder eine zweieinhalbstündige Fährfahrt. Trotzdem fühlt sich die kleine portugiesische Insel wie eine andere Welt an – obwohl sie nur 81 Kilometer von ihrer größeren Nachbarin entfernt liegt.

Madeira gilt seit Langem als beliebte Alternative zu Spaniens Kanaren und lockt mit dramatischen Landschaften, Wanderwegen und subtropischem Klima. Porto Santo blieb im Vergleich dazu lange ein Geheimtipp.

Das könnte sich nun ändern: Die Plattform Expedia hat die Insel kürzlich auf Platz zwei ihrer jährlichen Hot List der europäischen Inseln gesetzt, die man jetzt im Blick haben sollte.

Porto Santo ist selbst für eine Insel recht klein. Von einem Ende zum anderen misst sie nur elf Kilometer. Man kann sie bequem erkunden, ohne je das Gefühl zu haben, irgendwo unbedingt sein zu müssen.

Genau darin liegt der Reiz.

Statt den Tag mit Besichtigungen vollzupacken oder eine detaillierte Route zu planen, schlendert man morgens an der Küste entlang, gönnt sich eine ausgedehnte Mittagspause und hat dennoch genug Zeit, vor Sonnenuntergang einen ruhigen Strandabschnitt zu finden.

Ab an den Strand – und hinein in den Atlantik

Der Strand Praia do Porto Santo ist ohne Frage einer der größten Anziehungspunkte der Insel – und ein Muss.

Saskia erkundete die kleine, aber lebhafte Insel Porto Santo mit dem Buggy
Saskia erkundete die kleine, aber lebhafte Insel Porto Santo mit dem Buggy Saskia O'Donoghue

Ein breites Band goldenen Sandes zieht sich rund neun Kilometer die Südküste entlang – fast über die gesamte Länge der Insel.

Der Sand ist so tief, dass ich beim Rennen in der Julihitze förmlich einsank, auf dem Weg zu einem dringend nötigen, kühlenden Sprung in den Atlantik, der die Insel umgibt.

Das Wasser wirkt ungemein einladend. Selbst im Hochsommer gehört der Strand wohl zu den ruhigsten Europas – vielleicht schlicht, weil er so groß ist. Wie auch immer: Man hat das Gefühl, hier sein eigenes kleines Stück der Insel zu finden und in Ruhe zu entspannen.

Als ich genug Strandzeit hatte, war es Zeit für Abenteuer.

Die Insel mit dem Buggy erkunden

Die Antwort: Porto Santo Buggy Adventures (Quelle auf Englisch). Das Unternehmen wird von dem sympathischen Tiago geführt, der die Insel wie seine Westentasche kennt – eine ideale Möglichkeit, die wichtigsten Punkte zu sehen und zugleich abseits der Straße über spannende Pisten zu fahren.

Ich bin sonst einen Fiat 500 mit peinlich niedriger Höchstgeschwindigkeit gewohnt und war daher etwas nervös, plötzlich allein einen Buggy zu steuern. Doch als ich mir die Schutzbrille überzog, merkte ich schnell, dass meine Sorge unbegründet war.

Es war tatsächlich eines der bisher lustigsten Erlebnisse meines Lebens.

Gebucht hatte ich eine 90-minütige Tour, am Ende waren wir deutlich länger unterwegs – und ich hatte viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel abgehakt.

Erster Stopp war der Aussichtspunkt Flores, von dem aus ich einen weiten Blick über die Insel und auf kleinere vorgelagerte Inselchen hatte, die früher dem Kalksteinabbau dienten.

Dann ging es weiter zu den Dunas de Porto Santo. Die Landschaft wirkt erstaunlich einsam, fast unwirklich; die sanften Dünen schaffen eine fast wüstenartige Umgebung.

Die surreale Dünenlandschaft der Dunas de Porto Santo erkundet man am besten mit dem Buggy
Die surreale Dünenlandschaft der Dunas de Porto Santo erkundet man am besten mit dem Buggy Saskia O'Donoghue

Sie besteht aus feinsten Sandkörnern und Fossilien, die zusammen den Eindruck erzeugen, man stehe auf dem Mond oder einem anderen, unerforschten Planeten – ein scharfer Kontrast zum Meer gleich dahinter.

Der nächste Halt war Porto das Salemas, wo sich zwischen den Felsen natürliche Becken bilden. Bei Ebbe sammelt sich das Wasser in klaren, geschützten Pools, die sich ideal zum Abkühlen eignen, besonders an warmen Tagen.

Ich beobachtete bunte Krabben in ihrem natürlichen Lebensraum und plauderte mit Familien, die mit Picknickkörben an die Küste kommen.

Dummerweise hatte ich meinen Badeanzug vergessen, konnte der Versuchung aber nicht widerstehen und sprang kurzerhand in Unterwäsche ins Wasser. Normalerweise wäre mir das furchtbar peinlich gewesen, doch die Insel ist so entspannt, dass es niemand zu stören schien.

Am Ende der Buggytour waren Haare, Haut und Kleidung von Porto Santos berüchtigtem, feinem Staub überzogen. Ich strahlte trotzdem übers ganze Gesicht, als ich unter die Dusche sprang – noch voller Adrenalin.

Frisch geduscht war es Zeit zu essen.

Lokale Küche genießen – und entschleunigen

Ein Inselurlaub ist ohne kulinarische Entdeckungen unvollständig – das gilt auch hier.

Ein Gericht, auf das man achten sollte, ist Degenfisch, traditionell mit Banane und Passionsfrucht serviert. Die Kombination klingt zunächst ungewöhnlich, doch die süßen Früchte harmonieren überraschend gut mit dem zarten Fisch.

Dann ist da noch Poncha, die Antwort der Insel auf den Urlaubscocktail. Der Drink aus Zuckerrohr-Rum, Zitrusfrüchten und Zucker schmeckt frisch und kräftig und entfaltet seine Wirkung am besten, wenn die Sonne langsam verschwindet.

Die Naturpools von Porto das Salemas zählen zu den Naturwundern Porto Santos
Die Naturpools von Porto das Salemas zählen zu den Naturwundern Porto Santos Saskia O'Donoghue

Darin liegt vielleicht das Geheimnis von Porto Santo. Die Insel verlangt ihren Besucherinnen und Besuchern nicht viel ab. Es gibt keine endlosen Listen an Attraktionen, die man abhaken müsste, und keine vollgestopften Tagespläne.

Wer den Menschenmassen an bekannteren europäischen Badezielen entfliehen will, findet hier eine ruhigere Alternative – ohne auf das zu verzichten, was einen Inselurlaub so reizvoll macht.

Lange Strände, warmes Meer, eindrucksvolle Landschaften und hervorragendes Essen – all das liegt auf engem Raum, den man ganz in seinem eigenen Tempo erkunden kann.

Manchmal ist der beste Urlaub der, in dem man nirgends anders sein muss – und Porto Santo ist ein perfektes Beispiel dafür.

Saskia O'Donoghue reiste auf Einladung von Expedia nach Porto Santo.

Ein viertägiger Aufenthalt in Porto Santo, buchbar über Expedia (Quelle auf Englisch) im Zeitraum vom 19. bis 23. Oktober 2026, kostet ab £642 (rund €749) pro Person. Inklusive sind die Unterkunft im Pestana Porto Santo Beach Resort & Spa sowie Flüge mit TAP von London Heathrow über Lissabon nach Porto Santo. Alternativ lässt sich dieselbe Unterkunft mit Flügen von Luton nach Funchal mit easyJet über Expedia (Quelle auf Englisch) ab £465 pro Person buchen; die Fährverbindung von Funchal nach Porto Santo mit Porto Santo Line wird separat verkauft.

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