Seit Beginn des Konflikts verzeichnen Flüge nach Albanien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien starken Zuwachs, weil viele Europäer nun Urlaubsziele näher an der Heimat wählen.
Über Europas Himmel herrschte in den Sommerferien von Juli bis August 2026 so viel Betrieb wie noch nie. Der Krieg im Nahen Osten sorgte zwar für Störungen, bremste den Luftverkehr aber nicht.
Nach Angaben von Eurocontrol, der gesamteuropäischen Flugsicherungsorganisation, starteten und landeten im Schnitt 35.959 Maschinen pro Tag – 2,4 % mehr als 2025. Am Freitag, dem 10. Juli, verzeichnete Europa mit 37.640 Flügen einen neuen Tagesrekord.
Trotz des höheren Verkehrsaufkommens kamen 72,6 % der Flüge pünktlich an – ein Plus von 1,2 Prozentpunkten im Vergleich zu 2025.
Frankreich blieb Spitzenreiter bei Verspätungen durch Probleme im Flugverkehrsmanagement und war allein für 32 % aller Verzögerungen verantwortlich.
Eurocontrol räumt ein, dass der Krieg zwischen den USA und Iran die diesjährige Reisesaison „beeinflusst“ hat. Zugleich hat der Konflikt viele Europäer dazu bewegt, ihren Urlaub im eigenen Kontinent zu verbringen, der als deutlich sicherer gilt.
Tourismusziele im Plus: Wer am meisten profitiert
Im am Freitag veröffentlichten Bericht von Eurocontrol (Quelle auf Englisch) heißt es, der Konflikt habe zu weniger Verkehr nach Bulgarien, Ungarn und Türkiye geführt. Deutlich stärker gefragt waren dagegen Ziele wie Albanien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien. Insgesamt spricht Eurocontrol von einem „kontinuierlichen Wachstum in Südwesteuropa“.
An den Flughäfen in Griechenland trieben Rekordpassagierzahlen die Flugsicherung an ihre Belastungsgrenze, vor allem in der Hochsaison.
In diesem Sommer meldeten 14 Länder so viele Starts und Landungen an einem Tag wie noch nie, darunter Albanien, Armenien, Georgien, Griechenland, Irland, Italien, Moldau, Nordmazedonien, Montenegro, Portugal, Serbien, die Slowakei, Spanien und Türkiye.
Auch mehrere Fluggesellschaften und Airline-Gruppen erreichten Rekordwerte, darunter Aegean, Air Serbia, easyJet, Jet2.com, Pegasus, Royal Air Maroc, Ryanair, Sky Express, SunExpress, Turkish Airlines und Wizz Air.