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Femizid: 21-jährige spanische Austauschstudentin in Mexiko getötet

ARCHIV: Eine Frau bindet sich zu Beginn eines Protests gegen Gewalt an Frauen in Mexiko-Stadt am 25. November 2019 ein grünes Tuch vors Gesicht.
ARCHIV - Eine Frau bindet sich zu Beginn eines Protests gegen Gewalt an Frauen in Mexiko-Stadt ein grünes Tuch vors Gesicht, 25. November 2019 Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
Zuerst veröffentlicht am
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Eine Studentin der Universität Granada nahm an einem Austausch im mexikanischen Bundesstaat Morelos teil. Die Staatsanwaltschaft untersucht ihren Tod nach dem Protokoll für Femizide.

Eine 21-jährige spanische Studentin, die an einem Hochschulaustausch in Mexiko teilnahm, ist in Cuautla, im Bundesstaat Morelos im Zentrum des Landes, getötet worden. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates untersucht das Verbrechen vorläufig als Femizid.

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Die Universidad Autónoma del Estado de Morelos (UAEM) hat die Getötete als Claudia Tacoronte Aguilera identifiziert. Sie studierte an der Universität Granada und befand sich in Mexiko im Rahmen eines akademischen Austauschprogramms.

Nach Angaben der Universität und wie auch der Generalstaatsanwalt von Morelos, Fernando Blumenkron, bestätigte, ereignete sich die Tat am Samstagabend, dem 12. September, im Kulturhaus von Cuautla. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt.

Die Staatsanwaltschaft hat die genauen Umstände des Verbrechens bislang nicht öffentlich gemacht. Nach Informationen lokaler Medien soll die junge Frau in der Nähe des Kulturhauses Opfer eines mutmaßlichen Überfalls und eines Messerangriffs geworden sein.

Die Studentin war anlässlich der „Fiesta Nacional de la Planta Medicinal“ in das Viertel gekommen. Nachdem sie verletzt worden war, soll sie die Anwesenden um Hilfe gebeten haben. Sie starb, bevor die Rettungskräfte sie erreichen konnten, berichten dieselben Medien.

Staatsanwaltschaft prüft möglichen Femizid

Die Staatsanwaltschaft von Morelos hat ein Ermittlungsverfahren nach dem Femizid-Protokoll eingeleitet. Dieses kommt bei gewaltsamen Todesfällen von Frauen zunächst zur Anwendung, bis geklärt ist, ob geschlechtsspezifische Motive vorlagen. Die Behörden schließen derzeit keine Ermittlungsrichtung aus.

„Gestern erreichte uns diese so bedauerliche Nachricht über eine junge Spanierin, und wir wissen inzwischen, dass sie tatsächlich diese Staatsangehörigkeit besitzt“, sagte Blumenkron gegenüber lokalen Medien, ohne weitere Details zu den Umständen der Tat zu nennen.

Die junge Frau befand sich seit etwa einem Monat im Austausch an der UNAEM, so die Hochschule. Sie erklärte ihre „tiefe Empörung“ über das Verbrechen und sprach der Familie und den Freundinnen und Freunden von Claudia sowie der Universität Granada, der Regierung und der spanischen Gesellschaft ihr Beileid aus.

Die mexikanische Universität fordert von der Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Morelos und den übrigen zuständigen Behörden eine „unmittelbare, gründliche und strikt geschlechtersensible“ Untersuchung, um Gerechtigkeit zu gewährleisten und Straflosigkeit zu verhindern. Außerdem bittet sie darum, Spekulationen sowie Inhalte zu vermeiden, die die Würde und die Privatsphäre der Getöteten und ihrer Familie verletzen könnten.

Kontakt mit dem spanischen Konsulat

Die Gouverneurin von Morelos, Margarita González Saravia, versicherte, dass die Behörden des Bundesstaates mit dem spanischen Konsulat in Mexiko in Kontakt stehen, um der Familie Unterstützung und Begleitung zu bieten.

„Unmittelbar nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft den Kontakt zum spanischen Konsulat aufgenommen“, erklärte auch der Generalstaatsanwalt von Morelos. Die UAEM hat ihre Protokolle aktiviert und hält die Kommunikationskanäle offen zu den Angehörigen, über die Universität Granada und die spanischen Konsularbehörden.

In Mexiko werden rund 10 Frauen pro Tag getötet. Nur etwa ein Viertel dieser Fälle wird als Femizid untersucht, wie offizielle Zahlen und Angaben von Nichtregierungsorganisationen zeigen.

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