Vom Rückzug in die Stille bis zu Reisen auf den Spuren der eigenen Wurzeln: Diese Trends bestimmen in den nächsten Monaten die Schlagzeilen der Reisebranche.
Reisende fragen sich heute stärker nach dem Warum ihres Urlaubs als nach dem Wohin, heißt es in Hiltons 2026 Trends Report (Quelle auf Englisch).
Der Bericht stützt sich auf Umfragedaten von mehr als 14.000 Reisenden aus Ländern wie Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den USA und Australien. Er zeigt: Reisen folgen vor allem emotionalen Motiven – vom Wunsch nach Erholung bis hin zur Sehnsucht nach sinnstiftenden Erlebnissen.
„Je mehr Reisende Sinn in ihren Reisen suchen, desto wichtiger werden Vertrauen und Vertrautheit“, sagte Chris Nassetta, Präsident und Chief Executive Officer von Hilton.
„Der diesjährige Bericht zeigt, dass vierundsiebzig Prozent der Reisenden Wert darauf legen, bei Marken zu buchen, die sie kennen und denen sie vertrauen. Das ist ein klares Signal: Komfort und Verlässlichkeit sind im heutigen Reisemarkt entscheidend. Mehr denn je bestimmt das Gefühl hinter der Reise, wo der Weg beginnt.“
Hier sind alle Trends, die Sie kennen sollten.
Hushpitality: Urlaub in Ruhe
Reisende suchen heute vor allem Ruhe und Zeit für sich selbst.
Von den Befragten gab fast die Hälfte – achtundvierzig Prozent – an, vor oder nach dem Familienurlaub zusätzliche Reisetage dranzuhängen. Vierundfünfzig Prozent würden sogar eine Geschäftsreise nutzen, um einmal Abstand von der Familie zu bekommen.
Rund siebenundzwanzig Prozent der Geschäftsreisenden setzen auf Zeit für sich allein. Neunzehn Prozent ziehen Schlaf dem geselligen Beisammensein vor, dreißig Prozent gönnen sich nach Gruppenterminen lieber ein spätes Essen oder einen Snack.
Reiseplanung durch die Augen der Kinder
Früher suchten Eltern das Reiseziel nach ihren eigenen Vorlieben aus, die Kinder kamen einfach mit. Heute mischt die jüngere Generation bei der Urlaubsplanung aktiv mit.
Laut Umfrage wollen dreiundsiebzig Prozent derjenigen, die mit ihren Kindern oder Enkeln reisen, den Nachwuchs ausdrücklich einbeziehen, wenn sie den Familienurlaub planen.
Auch sogenanntes „Skip-Gen-Travel“ nimmt zu: Fast dreißig Prozent der Befragten würden ihre Kinder nur mit den Großeltern auf Reisen schicken.
Familien wollen außerdem bewusster Zeit miteinander verbringen. Achtundfünfzig Prozent der Eltern sagen, sie würden im Urlaub Phasen ohne Bildschirmzeit einführen.
Inheritourism: Urlaub geprägt von Herkunft und Familie
Die Reisen aus der Kindheit hinterlassen Spuren. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass die Hotelwahl ihrer Eltern sie bis heute prägt; dreiundsiebzig Prozent geben an, dass ihre generelle Art zu reisen stark von der Familie beeinflusst wurde.
Viele lassen inzwischen auch ihre Herkunft über das Reiseziel mitentscheiden: Zweiundfünfzig Prozent planen Reisen, um mehr über ihre familiären Wurzeln zu erfahren.
USA-Roadtrip erlebt Comeback
Die Route 66 feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Entsprechend liegen Roadtrips durch die USA wieder im Trend.
Nach Angaben von Hilton fahren einundsechzig Prozent der Reisenden nicht länger als fünf Stunden am Stück, ohne für eine Hotelübernachtung anzuhalten. Neunzig Prozent sagen, dass nach einem Tag auf der Straße vor allem ein bequemes Bett zählt.