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Feuer-Hölle in Südfrankreich: Erste Bewohner dürfen zurück

Feuerwehrleute kämpfen am Freitag, 31. Juli 2026, nahe Blagon im Südwesten Frankreichs gegen einen Brand.
Feuerwehrleute bekämpfen am Freitag, 31. Juli 2026, ein Feuer nahe Blagon im Südwesten Frankreichs. Copyright  AP Photo/Baz Ratner
Copyright AP Photo/Baz Ratner
Von Nathan Joubioux mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Rund 600 Menschen mussten in den Gemeinden Luglon und Garein ihre Häuser verlassen. Nun konnte etwa die Hälfte wieder zurückkehren.

Nach mehreren Tagen voller Stress und Warten haben die Bewohner von Luglon und Garein im Département Landes südlich von Bordeaux endlich eine gute Nachricht bekommen. Der Kampf gegen den großen Waldbrand dauert seit vier Tagen, er hat rund 1.700 Hektar verwüstet. Nun zeigt der Einsatz Wirkung: Der Brand ist unter Kontrolle, teilte die Präfektur am Montagmorgen mit. „Ein Brand unter Kontrolle ist aber nicht gelöscht. Wir müssen weiter sehr wachsam bleiben“, warnen die Behörden.

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Die Rückkehr nach Hause hat begonnen. Von den 600 Menschen, die zwischen Donnerstag, dem 13., und Samstag, dem 15. August ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten, konnten rund 300 Bewohner zurückkehren.

Am Sonntagabend konnten in Garein rund 50 Menschen zurück, nun können auch etwa 250 Einwohner von Luglon wieder in ihre Häuser. Für die Menschen in beiden Gemeinden ist das eine große Erleichterung.

Bewohner wollten in der Nähe ihrer Häuser bleiben

„Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein. Jetzt gehe ich erst einmal kurz unter die Dusche. Es tut einfach gut“, freut sich der Rentner Philippe Dandy. „Es war beeindruckend“, erinnert er sich.

„Ich lebe hier seit Jahren und habe schon Brände erlebt, aber so einen noch nie. Eine gewaltige Kraft. Am Samstagabend hatten wir Angst. Hinter den Bäumen sah man einen roten Schein. Es war sehr nah, das macht große Angst.“

„Müde bin ich, ja. Aber ich freue mich darauf, heute Abend wieder in meinem eigenen Bett zu schlafen. Und in meinem Haus“, sagt auch die Rentnerin Françoise Bondi. „Ich bin hier im Gemeindesaal drei Tage geblieben, also drei Nächte ohne Schlaf, deshalb bin ich sehr erschöpft. Aber wir wollten nicht woanders hin, wir wollten in der Nähe unseres Hauses bleiben.“

Vorsicht bleibt geboten

Der Bürgermeister von Garein bleibt vorsichtig, zeigt aber seine Erleichterung darüber, dass sich die Lage beruhigt. „Ja, das ist wirklich ein gutes Zeichen. Es ist der erste Tag, an dem wir ein bisschen optimistisch sind. Das sollten wir nutzen“, sagt Philippe Sartre und hofft, dass „die nächsten Tage genauso verlaufen“.

„Wir sind wirklich froh“, ergänzt die Gemeinderätin Jennifer Quinteiro Moreira. „Das bedeutet, dass sich alles beruhigt und dass das Feuer dabei ist zu erlöschen – jedenfalls hoffen wir das.“

Bis der Brand offiziell als vollständig gelöscht gilt, arbeiten die Feuerwehrleute weiter. Sie sichern die Waldränder und Glutnester und überwachen mögliche neue Brandherde und Feuersprünge. Die Gefahr ist noch lange nicht endgültig gebannt.

„Das Risiko eines Wiederaufflammens ist oft heftiger als der ursprüngliche Brand, weil die Vegetation ausgetrocknet ist. Die Pyrolyse setzt bei zusätzlicher Wärme fast sofort ein“, erklärt Einsatzleiter Kommandant Alexandre Bourmaud.

„Unser Ziel ist deshalb, die Waldränder wirklich frei zu halten. Entweder mit Wasser, das wir ganz klassisch mit unseren Geräten und Strahlrohren einsetzen, oder mit schwerem Gerät. Wir haben heute fünf Bulldozer im Einsatz, die einen Pufferstreifen zwischen verbrannter und unverbrannter Fläche anlegen.“

Es ist bereits der dritte große Waldbrand in Frankreich in diesem Sommer – nach dem Feuer bei Biscarrosse und dem Brand in der Gironde Ende Juli. Nach Angaben des europäischen Systems zur Überwachung von Waldbränden sind in Frankreich in diesem Jahr bereits fast 100.000 Hektar Vegetation verbrannt. Damit ist 2026 das bisher zerstörerischste Jahr.

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