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Waldbrände verwüsten Europa, Tausende müssen ihre Häuser verlassen

Ein Waldbrand nähert sich einem Strand an der Adriaküste nahe Omiš in Südkroatien am frühen Freitag, 14. August 2026.
Ein Waldbrand nähert sich früh am Freitag einem Strand an der Adria nahe Omis in Südkroatien, 14. August 2026. Copyright  (AP Photo/Tom Dubravec)
Copyright  (AP Photo/Tom Dubravec)
Von Lucy Davalou mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen warnte am Samstagnachmittag, Europa stehe wegen der Waldbrandgefahr auf „hoher Alarmstufe“ und der Druck auf osteuropäische Länder wachse.

Europa kämpft weiter mit einer Reihe verheerender Waldbrände. Der Kontinent erlebt neue Hitzewellen und zunehmende Dürre, tausende Menschen müssen ihre Häuser verlassen.

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In Frankreich haben die Behörden am Samstag weitere 100 Anwohner sowie Urlauber aus der Umgebung der Stadt Luglon im südwestfranzösischen Département Landes in Sicherheit gebracht. Dort brennt seit Donnerstag ein Feuer, das weiterhin nicht unter Kontrolle ist.

In einem Lagebericht am Samstagmorgen teilte die Präfektur Landes mit, der Brand habe bislang rund 1.580 Hektar zerstört. Besonders aktiv sei er demnach südöstlich von Luglon nahe dem Dorf Garein.

„Insgesamt sind derzeit 550 Feuerwehrleute mobilisiert, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen. Luftunterstützung nimmt ihre Rotationen wieder auf“, hieß es weiter.

Löschfahrzeuge werden an einem Bereitstellungsraum nahe dem Weiler Großhau in der Gemeinde Hürtgenwald in Deutschland vom Rauch eines Waldbrandes eingehüllt, Freitag, 14. August 2026.
Löschfahrzeuge werden an einem Bereitstellungsraum nahe dem Weiler Großhau in der Gemeinde Hürtgenwald in Deutschland vom Rauch eines Waldbrandes eingehüllt, Freitag, 14. August 2026. (Georg Hilgemann/dpa via AP)

In der Eifel in Deutschland hat ein großer Brand dazu geführt, dass in Hürtgenwald mindestens 1.800 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Rund 1.400 Feuerwehrleute kämpfen dort gegen die Flammen.

Es dürfte sich um den größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen handeln.

Zudem haben die Behörden zusätzliche deutsche Feuerwehrkräfte zur Unterstützung ihrer belgischen Kollegen entsandt, die im Naturpark Fagnes nahe der Grenze zwischen beiden Staaten einen weiteren Brand bekämpfen.

Der Brand brach am Freitag aus und zerstörte nach Behördenangaben mindestens 16 Quadratkilometer Wald.

Auch in der nordostspanischen Region Aragón mussten rund 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Dort brennt ein Feuer weiter, das bereits mehr als 15.000 Hektar verwüstet hat. Die Feuerwehr meldet jedoch, sie habe die Ausbreitung in Richtung bewohnter Gebiete gestoppt. Prognosen zufolge könnten die Temperaturen in der Region bald sinken, vereinzelt ist auch leichter Regen möglich.

Griechenland bleibt ebenfalls in Alarmbereitschaft, da starke Winde in Teilen des Landes die Brandgefahr weiter erhöhen.

Nach Angaben der Feuerwehr sind in den vergangenen 24 Stunden bereits mehr als 50 Flächen- und Waldbrände ausgebrochen, die meisten davon konnten begrenzt werden.

Licht fällt durch einen verkohlten Wald nahe Arès während der Waldbrände in Südwestfrankreich, Donnerstag, 30. Juli 2026.
Licht fällt durch einen verkohlten Wald nahe Arès während der Waldbrände in Südwestfrankreich, Donnerstag, 30. Juli 2026. AP Photo /Baz Ratner

Osteuropa

In Kroatien bekämpfen Einsatzkräfte einen Waldbrand auf der Insel Dugi Otok. Mehr als 100 Feuerwehrleute und zwei Löschflugzeuge sind dort im Einsatz.

Einen weiteren Brand auf der Halbinsel Pelješac konnten am Freitag 240 Feuerwehrleute mit Unterstützung von drei Flugzeugen unter Kontrolle bringen.

Die serbischen Behörden meldeten am Freitagabend, sie kämpften derzeit gegen 25 Waldbrände. Einer davon habe im Nationalpark Deliblatska bei Belgrad rund 25 Quadratkilometer Fläche zerstört.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am Samstagnachmittag, Europa stehe auf „hoher Waldbrand-Warnstufe“ und der Druck auf die Länder in Osteuropa nehme weiter zu.

Sie ergänzte, die Erdbeobachtungssatelliten des EU-Programms Copernicus unterstützten „bereits die Kartierungsarbeiten“ in Spanien, Albanien, Griechenland, Frankreich, Deutschland und Serbien. Der Katastrophenschutz-Mechanismus der EU sei „zur Stelle, wenn ein Land um Hilfe bittet“.

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