Tausende Menschen sind am Montag durch das Zentrum Barcelonas gezogen und haben bezahlbaren Wohnraum gefordert. Viele trugen Transparente und skandierten Parolen für kostenlosen und qualitativ guten Wohnraum. Später spitzte sich die Lage zu: Einige Teilnehmer warfen Gegenstände auf Polizisten und setzten Müllcontainer in Brand. Die Einsatzkräfte gingen gegen die Menge vor und nahmen mehrere Menschen fest, während dichter Rauch durch die Straßen zog.
Der Protestzug machte die wachsende Wut über hohe Mieten, Wohnungsmangel und die Angst vor Zwangsräumungen in ganz Spanien sichtbar. Menschen jeden Alters beteiligten sich. Viele forderten entschlossenes Handeln der Politik. Gewerkschaften kündigten zudem einen eintägigen Generalstreik zu dem Thema an, ein konkretes Datum steht noch aus.
Auslöser der Unruhen war die Entscheidung des Parlaments, Notmaßnahmen zur Entschärfung der Wohnungskrise abzulehnen. Die Regierung setzte inzwischen für den 29. November vorgezogene Neuwahlen an. Damit wächst der politische Druck in einer Frage, die in ganz Spanien immer mehr Menschen beschäftigt.