Die Polizei berichtet, dass in Soweto bei Zusammenstößen nahe einem Büro des Innenministeriums in Orlando West in Johannesburg zehn Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden. Geschäfte von Ausländerinnen und Ausländern wurden geplündert. Feuerwehrleute löschten brennende Autos, die Polizei sperrte umliegende Straßen. Ähnliche Unruhen meldeten die Behörden aus Durban, wo Bereitschaftspolizei nach Berichten über Plünderungen und brennende Fahrzeuge ausrückte; dort wurden nach Polizeiangaben vierzehn Fahrzeuge angezündet.
Der Ausbruch der Gewalt folgt auf ein Urteil des Verfassungsgerichts aus dem Juli, das Hürden für bestimmte Migrantinnen und Migranten bei der Asylantragstellung beseitigt hat, auch für Personen, die Südafrika unerlaubt betreten haben. Die Behörden erklärten, die Flüchtlingsaufnahmezentren seien von Anträgen überflutet. Die Regierung will nach eigenen Angaben die Kapazitäten für die Bearbeitung ausbauen und die Identitätsprüfungen verschärfen. Sie betont, dass das Urteil nicht automatisch zum Flüchtlingsstatus führt.
Die Polizei meldete aus Soweto keine Verletzten. Sie warnte, Verantwortliche für die Gewalt und die Zerstörungen müssten mit Strafverfolgung rechnen.