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Güterverkehr zwischen Kroatien und Serbien auf unbestimmte Zeit gestoppt

Güterverkehr zwischen Kroatien und Serbien auf unbestimmte Zeit gestoppt
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Von Euronews
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Kroatien hat die einzige Durchfahrt an seiner Grenze zu Serbien für den Güterverkehr geschlossen. In der Folge entstand ein 10-Kilometer langer Stau

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Kroatien hat die einzige Durchfahrt an seiner Grenze zu Serbien für den Güterverkehr geschlossen. In der Folge entstand ein 10-Kilometer langer Stau.
Der serbische Innenminister Nebojša Stefanović kritisierte das Vorgehen als unfair. Es trage zudem nicht zu guten Nachbarschaftsbeziehungen bei. Stefanović betonte, es sei eine umfassende europäische Lösung in der Flüchtlingskrise notwendig.

Seit der Schließung der ungarisch-serbischen Grenze waren tausende Flüchtlinge nach Kroatien gekommen. Das Land ist überfordert, betont in der Krise vor allem seine Rolle als Transitland. Im Aufnahmelager bei Opatovac nahe der serbischen Grenze warten laut offiziellen Angaben des Weltflüchtlingswerks UNHCR rund 2000 Menschen auf ihre Weiterreise.

“These are my cars! The blue one is the best. Look how fast it goes!” Mohammad + Gudi from Syria at Opatovac, Croatia pic.twitter.com/itP33TVUCS

— UN Refugee Agency (@Refugees) 21. September 2015

In Opatovac ist unter anderem das Rote Kreuz vor Ort und versorgt die Flüchtlinge mit dem Nötigsten.

We're working with partners at Opatovac, #Croatia. Identifying + prioritising registration of the most vulnerable pic.twitter.com/nEihw8kF8k

— UN Refugee Agency (@Refugees) 21. September 2015

Der kroatische Innenminister Ranko Ostojić sagte bei seinem Besuch des Camps: “Sie sind aus dem Schengenraum gekommen und wollen in ein anderes Schengengebiet weiterreisen. Wir werden sie nicht hindern. Sie werden von uns versorgt. Wenn jemand Asyl in Kroatien beantragt, wird er es sofort bekommen.”

Ungarn hat derweil mit dem Bau einer neuen Sperranlage an der Grenze zu Kroatien begonnen. Ein Zaun an der Grenze zu Rumänien ist in Planung. Erst heute hatte der rechtskonservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán sein Vorgehen vor dem Parlament in Budapest verteidigt.
In seiner Rede rief Orbán andere EU-Staaten außerdem dazu auf, seinem Beispiel zu folgen und auch an ihren Grenzen Sperranlagen gegen Flüchtlinge zu errichten: “Viele sagen, dass Zäune keine gute Lösung seien, weil dann alle einen Zaun bauen müssten. Aber genau das ist die Lösung”.

Die EU-Abgeordnete Viviane Reding veurteilte Orbáns Aussage aufs Schärfste.

Nicht #Flüchtlinge gefährden Europa, Herr #Orban, sondern Ihre populistischen und menschenverachtenden Parolen und Entscheidungen!

— Viviane Reding (@VivianeRedingEU) 21. September 2015

Am Mittwoch wollen die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten zu einem Sondergipfel zusammenkommen. Dabei soll es auch um eine bessere Unterstützung der Herkunftsländer der Flüchtlinge sowie die Einrichtung von Registrierungs-Stellen in Griechenland und Italien gehen.

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