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Briten verlieren Spitzenrating - weniger "Berechenbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit der politischen Entscheidungsfindung"

Briten verlieren Spitzenrating - weniger "Berechenbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit der politischen Entscheidungsfindung"
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“Eine Rating-Herabstufung, die die staatliche Schuldenaufnahme verteuert, ist das Letzte, was das Land braucht,” sagte Joe Rundle, Chef-Händler des Brokerhauses ETX Capital, London. “Großbritannien hat immer noch ein großes Defizit und steuert auf eine Rezession zu.” Das “Letzte” ist nun eingetreten: Die Rating-Agenturen S&P und Fitch haben das Land nach dem Anti-EU-Votum wegen der Risiken für die Wirtschaft von der Bestnote “AAA” auf “AA” runtergestuft.

...das Letzte, was das Land braucht

Damit ist das Land aus Sicht der Experten nicht mehr in der allerhöchsten Kategorie besonders verlässlicher Schuldner. Großbritannien wird künftig von S&P mit AA bewertet, zwei Stufen unter der Spitzennote AAA. Fitch nahm die Bonitätseinstufung von “AA+” auf “AA” zurück. Bei beiden Ratingagenturen ist der Ausblick negativ.

“Die Herabstufung spiegelt unsere Sicht, dass …. der “Brexit” die Berechenbarkeit, Stabilität und Wirksamkeit der politischen Entscheidungsfindung in Großbritannien schwächt, so S&P in der Begründung, “und Auswirkungen hat auf die Wirtschaft, das BIP-Wachstum und Haushalts- und Außenhandelsbilanzen.”

Das “Bleibe”-Votum in Schottland und Nordirland “schafft für das Land als Ganzes weitergehende Verfassungsfragen”.

Auch die Ratingagentur Moody’s hatte Großbritannien nach dem Votum für einen EU-Austritt mit einer Herabstufung gedroht. Der Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes sei von «stabil» auf «negativ» gekappt worden, so die Agentur am Freitagabend. Das Rating blieb mit «AA1» zunächst unverändert.

Vor dem Hintergrund könnte die Bank of England die Zinsen senken – möglicherweise auf Null vom aktuell historischen Tiefststand von 0,5% – um die Wirtschaft anzukurbeln, erwarten Experten..

su mit Reuters