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Brüssel: Weiter Streit um Selmayr-Berufung

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Brüssel: Weiter Streit um Selmayr-Berufung
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Die Berufung des deutschen EU-Spitzenbeamten Martin Selmayr zum Generalsekretär der Kommission sorgt weiter für politische Mißtöne.

Haushaltskommissar Günther Oettinger verteidigte dabei den Vorgang.

Kommissionschef Jean-Claude Juncker habe das Recht, seinen bisherigen Kabinettschef in die neue Position zu befördern.

Anders sieht es Sven Giegold von den Grünen.

"Es ist nicht normal, dass die Kommissare, die über eine so wichtige Personalentscheidung zu befinden haben, vor der Sitzung nicht wissen, dass die Entscheidung überhaupt auf der Tagesordnung steht", so Giegold.

Die Kommissare hätten sich nicht vorher miteinander abstimmen können, ob Selmayr überhaupt der beste Kandidat sei.

Auf Betreiben Giegolds untersucht nun der Haushaltskontrollausschuss die Beförderung Selmayrs.

Besonderen Frust löste die Causa Selmayr laut dem Brüsseler Libération-Korrespondenten Jean Quatremer in Frankreich aus.

Dieser Posten sei ursprünglich für einen Franzosen reserviert gewesen, behauptet Quatremer.

Und deswegen sei Paris sauer - ebenso Berlin, denn die Kanzlerin habe Staatspräsident Macron versprochen, einen französischen Kandidaten zu unterstützen.

Aber Selmayr sei nicht von einem Mitgliedstaat gesponsert worden. Seine Berufung gehe auf maximalen persönlichen Ehrgeiz zurück.

Diese Darstellung wies Haushaltskommissar Oettinger zurück.

Von einer französischen Posten-Reservierung habe er nie etwas gehört.

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