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“Neuer” Film von Orson Welles – 40 Jahre jung

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“Neuer” Film von Orson Welles – 40 Jahre jung

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Dass «The Other Side of the Wind» beim Filmfestival Venedig seine Premiere feiern konnte, «ist für mich als seine Tochter nicht nur außergewöhnlich, sondern sehr emotional», so Orson Welles' Tochter Beatrice. Wie alle anderen musste sie 40 Jahre lang auf den Film warten – erst kamen Finanzprobleme dazwischen, dann starb Orson Welles 1985.

Bob Murawski, Film-Editor:

"Wir hatten ungefähr 100 Stunden Filmmaterial - das ist keine so große Menge, weil es über einen Zeitraum von sechs Jahren gedreht wurde. Es war natürlich sehr einschüchternd, die Geschichte von Welles' Filmen zu kennen und von Menschen, die sie ihm wegnahmen, nachschnitten und damit seiner Meinung nach ruinierten. Zu wissen, wie sehr er sich betrogen fühlte - deshalb sind wir ein paar Wege mehr gegangen, um unsere Hausaufgaben zu machen und haben mit vielen Leuten gesprochen, die mit ihm gearbeitet haben.“

Die Geschichte, vom Streamingdienst Netlix gekauft und fertiggestellt: Ein älterer Regisseur plant mit einem Film ein Comeback. Die Hauptfigur des Jake Hannaway beziehungsweise Hannaford basiert auf Ernest Hemingway. Die Idee kam Welles nach dessen Suizid im Jahr 1961. Der Film gilt auch als halb autobiografisches Projekt, in dem der Regisseur mit den unterschiedlichsten Inszenierungsformen spielt.

su

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