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Der Marathon-Mann nach dem Terroranschlag von Brüssel

Der Marathon-Mann nach dem Terroranschlag von Brüssel
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"Ich erinnere mich, meine Bordkarte zu bekommen, als gerade die erste Bombe hochging. Ich wußte sofort, was geschehen war. Die Decken kamen herunter, überall waren Glassplitter, Menschen schrien, und ich rannte weg. Dann ging die zweite Bombe hoch. Überall Leichen, es war die Hölle."

Der 40 Jahre alte Sebastien Bellin wurde beim Anschlag auf den Brüsseler Flughafen vor zwei Jahren schwer verletzt.

Der ehemalige Basketballprofi verlor einen Teil seines linken Beins.

Jetzt aber, entgegen allen Erwartungen, will er beim Brüssel Marathon in ein paar Wochen teilnehmen.

"Eines der Versprechen, die ich mir selbst gegeben habe, war, dass ich wieder werde laufen können. Und auf einem Bein zu laufen ist natürlich eine große Herausforderung.

Aber daran zu arbeiten und meine Verletzung zu überwinden, das war auch ein Mittel das Vergangene zu bewältigen."

Sebastien hat schon an kürzeren Rennen in Brüssel und Antwerpen teilgenommen. Doch der Marathon wird sein schwerster Test werden.

"Ich will diese Erinnerungen und diese Bilder nicht, ich renne also, um den Tod zu besiegen. Das Leben gab mir eine zweite Chance. Nicht viele Menschen können das von sich sagen."

Sebastiens Frau und Töchter wollen dabei sein, wenn er am 28. Oktober über die Ziellinie läuft.