Loader
Finden Sie uns
Werbung

Selenskyj: Ukraine und USA wollen Krieg noch vor dem Winter beenden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft am Dienstag, 22. September 2026, vor Beginn der 81. UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier ein.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft vor der 81. UN-Generalversammlung im UN-Hauptquartier in New York ein, am Dienstag, 22. September 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Ukraine und die USA wollen den Krieg in der Ukraine noch vor dem Winter beenden. Selenskyj signalisiert zugleich Bereitschaft, Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur einzustellen – unter einer Bedingung.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, Kyjiw und Washington wollten, dass der Krieg in der Ukraine noch vor dem Winter endet. Zuvor hatte er sein Treffen mit US-Präsident Donald Trump als "positiv" bezeichnet.

WERBUNG
WERBUNG

Selenskyj und Trump trafen sich am Dienstag am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten sprachen sie über mögliche Schritte zur Deeskalation, die den Weg für diplomatische Verhandlungen ebnen könnten.

"Ich hatte gerade ein positives und produktives Treffen mit Präsident Trump", schrieb Selenskyj in den sozialen Medien. "Sowohl die USA als auch die Ukraine wollen, dass dieser sinnlose russische Krieg noch vor dem Winter endet."

Außerdem habe er mit Trump über ein Luftverteidigungspaket für den Winter sowie über weitere bilaterale und multilaterale Themen gesprochen. Seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022 beschießt Russland nahezu ununterbrochen Städte und Regionen in der Ukraine. Besonders im Winter nimmt das russische Militär die Energieinfrastruktur des Landes ins Visier.

Auch die Ukraine greift den russischen Energiesektor an. Mit den Angriffen tief im russischen Staatsgebiet soll ein wichtiger Pfeiler der russischen Wirtschaft geschwächt und die Kriegsmaschinerie des Kremls getroffen werden. Die ukrainischen Streitkräfte haben im Rahmen dieser Strategie wiederholt Ölanlagen wie Raffinerien, Terminals und Lager angegriffen.

Selenskyj erklärte am Dienstag, in den vergangenen 24 Stunden seien eine Raffinerie in Baschkortostan und eine weitere in der Region Samara beschädigt worden. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Selenskyj vor der Presse in New York ging Trump auf die ukrainischen Angriffe auf russische Energieanlagen ein. Diese seien für Russland "ein sehr schwerer Schlag", aber auch "ein schwerer Schlag für den Preis von Diesel".

Trump sagte am Montag, Russland habe "leider die Kontrolle über seine Dieselöl-Industrie durch seinen Krieg gegen die Ukraine verloren". Gleichzeitig forderte er ein Ende dessen, was er als "lächerlichen und nie endenden" Krieg bezeichnete.

"Eine große Zahl ihrer Dieselraffinerien wurde in die Luft gesprengt und ist zumindest vorübergehend außer Betrieb", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Die ganze Welt leidet. Jeden Monat werden 25.000 Menschen, meist Soldaten, getötet. Was für eine Schande!"

Selenskyj reagierte darauf und betonte, die Ukraine sei bereit, ihre Angriffe auf die russische Energieindustrie einzustellen, wenn Moskau dasselbe tue. "Der Energiesektor der Ukraine, unsere kritische Infrastruktur und unsere Lebensmittelexporte dürfen nicht länger Ziele Russlands sein. Das würde auf unserer Seite zu entsprechenden Schritten der Deeskalation führen. Lösungen sind möglich", schrieb er auf X.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Selenskyj fordert: Sanktionen gegen Usmanow und Fridman erhalten

Luftschläge auf beiden Seiten - Schwere Angriffswellen in der Ukraine und Russland

Selenskyj: Ukraine und USA wollen Krieg noch vor dem Winter beenden