Eilmeldung

Eilmeldung

Juncker weist Kritik an EU-Fusionspolitik zurück

Juncker weist Kritik an EU-Fusionspolitik zurück
Copyright
REUTERS/Gonzalo Fuentes/File Photo
Schriftgrösse Aa Aa

Kurz vor der Entscheidung über den Bahnzusammenschluss von Siemens-Alstom ist die Europäische Kommission der Kritik entgegen getreten, sie blockiere die Fusion großer Konzerne.

In einer Rede vor Industriellen verteidigt Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Haltung seiner Behörde zu fairem Wettbewerb.

In den nahezu 30 Jahren seit die Fusionsregeln aufgestellt worden seien habe die Kommission mehr als 6000 Zusammenschlüsse befürwortet und nur weniger als 30 abgelehnt.

Dies sei eine Botschaft an diejenigen, die die Beamten der Kommission für dumme und engstirnige Technokraten hielten.

Die Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde könnte frühestens an diesem Mittwoch kommen.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser stellte sich kürzlich bereits auf eine Ablehnung ein:

"Wir sind nicht verbissen, wir sind auch nicht bitter. Wir sind auch nicht wütend. Wenn es klappt, ist es gut für Europa und für Siemens und Alstom, ich glaube auch für die Kunden. Und wenn es nicht klappt, werden wir die Geschäfte auch weiter so führen wie bisher."

Ein fusionierter Bahn-Riese aus Siemens und Alstom wäre besser aufgestellt, um mit globalen Mitbewerbern konkurrieren zu können, vor allem mit dem chinesischen Staatsunternehmen CRRC, so hatte es immer wieder von deutscher und französischer Regierung geheißen.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellte unterdessen eine Strategie vor, durch die die Schaffung neuer europäischer Marktführer gefördert werden solle.

Auf diese Weise sollten heimische Wettbewerber gerade auch gegen chinesische Unternehmen gestärkt werden.